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Kommentar Sodastream wird durch die Pepsico-Übernahme weichgespült

Pepsico zahlt 3,2 Milliarden Dollar für Sodastream. Die milliardenschwere Übernahme bedeutet das Ende für eine provokante Ausnahmefirma.
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Sodastream hat bislang mit erfrischend provokanter Werbung gepunktet. Das ist jetzt wohl vorbei. Quelle: AFP
Sodastream

Sodastream hat bislang mit erfrischend provokanter Werbung gepunktet. Das ist jetzt wohl vorbei.

(Foto: AFP)

Der US-Getränkekonzern Pepsico bietet 3,2 Milliarden Dollar für den Wassersprudler-Hersteller Sodastream. Für dessen Aktionäre ist es ein gutes Geschäft: Sie erhalten einen ordentlichen Aufschlag auf den durchschnittlichen letzten Börsenkurs. Und die Amerikaner bekommen ein zukunftsträchtiges Geschäftsfeld dazu. Ist die Übernahme also eine gute Nachricht?

Nicht unbedingt. Unklar ist, ob das Geschäft mit Kohlensäureflaschen und Sprudelgeräten sowie Sirup unter dem Dach des riesigen Pepsico-Konzerns genauso dynamisch weiterwächst wie in einem eigenständigen Unternehmen mit gut einer halben Milliarde Dollar Umsatz. Schließlich unterscheidet sich das Geschäft vom klassischen Handel mit Limonade.

Nicht nur die Vertriebswege sind anders, sondern auch die Ansprache der Kunden. Sodastream hat bislang mit erfrischend provokanter Werbung den Markt für Softgetränke herausgefordert. Klar ist schon jetzt, dass das israelische Unternehmen die Positionierung als Alternative zu gekauftem Wasser in schweren Flaschen aufgeben muss.

Trotz der hohen Wachstumsraten in den letzten drei Jahren ist das Nischengeschäft mit Wassersprudlern noch lang kein Selbstläufer. Sodastream musste immer wieder seine Strategie korrigieren und nachschärfen, bis sich in Westeuropa der Erfolg eingestellt hat.

Es ist nicht sicher, dass der amerikanische Großkonzern denselben langen Atem und die Geduld mit dem neuen Geschäftsfeld hat – selbst wenn er viel Geld dafür in die Hand nimmt.

Für den Markt ist bedauerlich, dass ein alternativer Anbieter verschwindet. Sodastream war nicht nur mit seinem Produkt eine Ausnahme, sondern auch mit seiner Herkunft. Aus Israel kommen nicht viele produzierende Unternehmen, die international Erfolg haben. Ob die Arbeitsplätze in dem Land durch die Übernahme sicherer werden, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall aber wird das Unternehmen mit der Übernahme weichgespült.

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