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Mit großer Selbstsicherheit hat die neue spanische Regierung einen Sparhaushalt vorgelegt. Die Details zeigen allerdings, dass dieser nicht wirklich zum Erfolg führt. Die laufenden Ausgaben steigen stattdessen.

Kommentare

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  • Denkanstoß:
    Spanien ist keine schwäbische Hausfrau, wird aber als solcher betrachtet und versucht sich entsprechend zu verhalten.
    Die wirtschaftliche Gesamtverschuldung hat ein Niveau ereicht, das bei vorsichtig/schreckhaften Kapitalmärkten nur noch knapp über dem Zumutbaren liegt. Wir haben also eine Verschuldung, welche nach Schwäbischem Hausfrauen-Prinzip durch Senkung der Fixkosten und des Konsums auf ein minimum nach ein paar Jahren der Entbehrung wieder abgebaut werden kann.

    Aus sicht des Hausfrauenverbandes (auch EZB) scheinen einoge Hausfrauen besonders schludrig zu sein und den guten Ruf des Verbandes zu beschmutzen. Devise: Spare oder wir schmeißen dich raus. (für eine Hausfrau schon ziemlich schwer zu ertragen)

    Warum handelt es sich hierbei um ein Ding der Unmöglichkeit für Spanien?
    Wir brauchen einen Perspektivwechsel. Jeder wird mir noch zustimmen, dass Spaniens Haushalt etwas komplexer ist als der einer Hausfrau.

    Egal ob wir Einzelinvestitionen für überflüssig oder falsch erachten versuche ich den Blick mal aufs Ganze zu wenden.

    Achtung jetzt kommt auch mal wirklicher Inhalt:
    1. Was sind Schulden?
    - Schulden bedeuten Mikroökonomisch nichts anderes als dass ich Waren/Dienstleistungen abgefragt habe, die ich durch ein Leistungsversprechen (Tilgung) zu einem späteren Zeitpunkt begleiche.
    - Makroökonomisch identisch.

    2. Wie kann man Schulden abbauen?
    - Mikroökonomisch simpel: Ausgaben müssen mindestens unter die Ausgaben inklusive Tilgungsraten gesenkt werden.
    -Makroökonomisch noch simpler: Gar nicht, außer wir wollen alle Vermögen abschaffen. Gesamtvolkswirtschaftlich ist die Summe aller Schulden das Spiegelbild der Kapitalvermögen.
    Quizfrage nun: Eponentiell wachsende Geldmenge durch Zins und Zineszins.Wie senken wir Gesamtschulden ohne die Geldmenge zu reduzieren?
    Kommentarfeld ist voll. daher verweise ich auf Leitzinsen unter Null und www.globalchangenow.de

  • Ach, Espania

    die spanischen Immobilien- Bauunternehmer- und Bankmeister,das war schon ein fiese Clique und nun dazu der Einheitsbrei der spanischen Medien den die EZB auslöffeln soll
    There is no free lunch for nothing

  • Eurokrise im Überblick: Pessimismus nimmt deutlich zu!
    ein Überblick der vergangenen Woche - Fakten und Meinungen unter
    http://www.boerse-go.de/nachricht/Eurokrise-im-UEberblick-Pessimismus-nimmt-deutlich-zu,a2809869.html


    Einige Zitate:

    Die Preise für Kreditausfallversicherungen auf deutsche Staatsanleihen sind in der vergangenen Woche um fast 40% auf über 75 Basispunkte gestiegen.

    Hedgefonds-ManagerJohn Paulson rechnet mit einer erneuten Zuspitzung der europäischen Staatsschuldenkrise. Laut Bloomberg verkauft er europäische Staatsanleihen leer und erwirbt Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps) gegen Staatsbankrotte in Europa.

    Der IWF schließt in seinem aktuellen "World Economic Outlook" einen Staatsbankrott und einen Zusammenbruch der Eurozone nicht mehr aus.

    Nach Ansicht von US-Ökonom Paul Krugman begeht Europa "wirtschaftlichen Selbstmord". Die Peripheriestaaten liegen in Trümmern und nun mache man alles noch schlimmer, indem man ihnen harte Sparmaßnahmen auferlegt, schreibt er in der "New York Times".

    Der Glaube der EZB-Mitarbeiter an das Stabilitätsversprechen der Zentralbank scheint bei den eigenen Mitarbeitern zu bröckeln. Laut "Frankfurter Allgemeiner Sonntagszeitung" fordern einige EZB-Mitarbeiter vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH), dass ihre Pensionen gegen Inflation abgesichert werden.

    Nach einem Bericht der "Financial Times" haben die spanischen Banken die von der EZB zur Verfügung gestellte Liquidität komplett zum Kauf von spanischen Staatsanleihen ausgegeben. Daher seien die Zinssätze für spanische Bonds in den letzten Tagen so stark gestiegen. Italienische Banken haben dem Vernehmen nach noch 60 Milliarden Euro übrig.

  • "Die EZB sollte aufhören, den Spaniern zu helfen, ihre Kreditkosten zu senken, und sie so mit den wirklichen Kosten ihrer finanzpolitischen Entscheidungen konfrontieren."

    Spanien mit seinem gigantischen Zwillingsdefizit wird auch diese Kosten niemals tragen können - die höher Zinsbelastung würde nur den Schuldenberg noch weiter erhöhen und eine brüning'sche Abwärtsspirale wie sie Griechenland momentan erlebt (noch schneller) einleiten.

    ... die steigende Zinsbelastung der einen sind natürlich die steigenden Zinserträge der anderen ...

    und: von wem wird dieses (zusätzliche) Geld wohl kommen?

    Richtig! - hier die Charts:

    1.) die Entwicklung der ausstehenden, säumigen Kredite:

    http://www.querschuesse.de/spanien-doubtful-loans-auf-18-jahreshoch/

    2.) Target2 Spanien explizit:

    http://www.querschuesse.de/spanien-target2-auf-252097-mrd-euro-als-monatsdurchschnitt/


    und noch passend zur heitigen Wahl in Frankreich
    3.) Target2 Übersicht mit "Frankreich-Spezial":

    http://www.querschuesse.de/target2-salden-fur-februar-im-kurzuberblick/


    ... "irgendwie" muß die Exportnation ihre Exportüberschüsse stets selbst finanzieren - wie soll es auch anders sein ....

  • Zitat:"... "irgendwie" muß die Exportnation ihre Exportüberschüsse stets selbst finanzieren - wie soll es auch anders sein ...."

    Das ist so als würde BMW das Geld für den Kaufpreis am Ende des Fließbandes in den Kofferraum legen. Würde sie dann BMW-Aktien kaufen? Falls ja, viel Spaß beim wahrscheinlich zukünftigen Kauf von Eurobonds oder ESM-Finanzierung.

  • "Würden Sie dann BMW-Aktien kaufen?"

    wieso nicht? - solange das Geld im Kofferraum von den Sparern, von der EZB, über Target2 von der Buba kommt ...

    ... außerdem: bin ich im Motorenbau. Da partizipiere ich durch mehr Umsatz -> mehr F&E ...

    Mehr Schuldzettel -> mehr Forschung und Entwicklung;
    die Schuldzettel sind natürlich uneinbringbar - das werteschaffende Land hat sich aber dennoch zum positiven Entwickelt.

    man könnte - auf Pump finanziert - natürlich auch:
    - sinnlose Waffen entwickeln und bauen;
    - Raketen bauen und auf den Mars fliegen;
    - die Autos gleich im Meer versenken;

    ... oder auch sinnvoll mal im eigenen Land investieren.
    Wieso sollen die Spanier BMW fahren, wenn bei uns die Infrastruktur dem technologischem Stand Jahrzehnte hinterherhinkt?


  • Nicht BMW, wohl aber die Bundesregierung bzw. Schäuble persönlich :-) - sofern die Autos ins europ. Ausland gehen. BMW bzw. dessen Aktionäre sind also relativ fein raus, aber als deutsche Staatsbürger trotzdem voll drin in der Haftung...

  • Das die PIGS nicht sparen wollen und keine Reformen durchführen ist offensichtlich.

    Wieso ist der Spitzensteuersatz in allen vier Ländern immer noch niedriger als in Deutschland?

    Wieso ist das Renteneintrittsalter in allen vier Ländern immer noch niedriger als in Deutschland?

    Dabei ist die Eurokrise 2 Jahre alt. An zu wenig Zeit Reformen umzusetzen kann es also nicht liegen.

    Ist es nicht paradox, das Länder, in denen der Spitzensteuersatz und das Renteneintrittsalter niedriger ist als in Deutschland, von Deutschland finanziert werden wollen?

    Wenn Barroso die Reformen der PIGS mal wieder lobt, dann frage ich mich, von welchen Reformen er redet?

    Wenn überhaupt, dann wird nur bei denen gespart, die keine Lobby haben z.B. den Toten, die bekommen jetzt keine Rente mehr. Oder Arme, denen werden die Sozialleistungen gekürzt.

    Aber bei den PIGS-Eliten wird nicht gespart. Hier will man den illegalen ESM durchsetzen, damit der deutsche Steuerzahler in Zukunft die Verschwendung und Misswirtschaft bezahlt. ESM statt selbst zu sparen und Steuern zu zahlen. Das ist die Strategie der PIGS-Eliten.

    Und die Regierung unter Merkel und Schäuble interssiert sich für ihren Eid auch nicht mehr. Anstatt die Reformen einzufordern, will man kritischen Abgeordneten das Rederecht entziehen, damit die Probleme noch nicht mal mehr angesprochen werden können. Das erinnert an 1933, bloß auf einer europäischen Ebene. Das hat England erkannt und ist bereits ausgestiegen. Zitat Cameron:"Wir wollen ein Netzwerk und keinen Block"

  • @ Anonymer Benutzer: Dr.NorbertLeineweber,

    hallo,hallo, größter Ökonom dieser Galaxis, versuchen Sie es doch mal mit der Vernetzung aller Einzelhaushalte einer Regierung zu einem Wirtschaftskonzept. Das ist ungefähr so wie ein großes Trampolin, wo viele Leute unterschiedlichen Gewichtes zu unterschiedlichen Zeitpunkten hopsen. So erfahren Sie etwas von den Wechselwirkungen der Einzelhaushalte untereinander und erkennen, daß ohne zusätzliche Arbeit nichts läuft. Und wenn Sie dann noch sagen können, was zu Produzieren ist, dann sollten Sie ihre Erkenntnisse in das ganze Universum posten. Der Applaus würde Sie in einen noch höheren Schwebezustand bringen, -falls Sie durchblicken-.

  • Damit hat Dr.NorbertLeineweber voll gepunktet. Bei der Vernetzung aller Einzelhaushalte ist nach dem Prinzip des "zero-base-budgeting" vorzugehen. Da ich das vor über 30 Jahren gelernt habe und an Unis sogar Vorträge "Controlling in der Haushaltsplanung" gehalten habe, ist erkennbar wie ausgeleiert das Trampolin des PeterScholz1 ist. Ach ja, - und produzieren muss man das, was unter dem Ansatz der komperativen Kosten gerade wettbewerbsfähig ist. Nimmt man diese beiden theoretischen Ansätze zusammen, hat Scholz mit der erforderlichen Verbreitung wissenschaftlicher Inhalte prinzipiell recht. Allerdings erfolgt dies nicht im Universum, sondern (auch aktuell) in den Hörsälen der Universitäten. Weshalb diese bei Scholz im Universunm, und damit außer Reichweite sind, ist ja nunmehr hinreichend klar. Noch deutlicher wie Scholz kann man sich wahrlich nicht outen.

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