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Kommentar Sparkassenchef Schleweis beweist bei NordLB-Rettung strategisches Geschick

Kurz vor Schluss scheint sich für die Sparkassen-Finanzgruppe bei der NordLB alles zu fügen – auch weil Präsident Schleweis lange gewartet hat.
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Rettung naht. Quelle: imago/Eckhard Stengel
NordLB-Schriftzug

Rettung naht.

(Foto: imago/Eckhard Stengel)

Das rettende Ufer ist für die NordLB in Sicht, erreicht ist es noch nicht. Doch alles deutet darauf hin, dass die nach der Bilanzsumme viertgrößte Landesbank maßgeblich durch Kapitalmaßnahmen des Mehrheitseigners, des Landes Niedersachsen, und der Sparkassen-Finanzgruppe gerettet wird.

Danach sah es lange Zeit nicht aus. Mit einem Bieterverfahren wollte Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers aus der Not eine Tugend machen und einen Wettbewerb um eine Beteiligung an der Landesbank entfachen. Doch dieser Plan erwies sich als Flop.

Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) zog sich nach mehreren Anläufen als einzige Vertreterin des öffentlich-rechtlichen Bankenlagers zurück, nachdem sich die niedersächsischen Sparkassen mit einer Beteiligung an dem Risikoverbund nicht hatten anfreunden können, der der Helaba das gute Rating beschert. Übrig blieben Finanzinvestoren, die dem Land weitere finanzielle Zugeständnisse abtrotzen wollten.

Die Bilanzsumme sollte sich halbieren, wobei die Zukunft der Braunschweigischen Landessparkasse, der öffentlichen Versicherer und der Landesbausparkasse unter dem Dach der NordLB offenblieb. Unter diesen Umständen kann ein Finanzminister ein finanzielles Engagement kaum rechtfertigen.

Auch unter dem Druck der Finanzaufseher trat dann der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) auf den Plan. Noch ist nicht sicher, ob die von Präsident Helmut Schleweis orchestrierte Auffanglösung glückt, doch sie scheint alternativlos. Der DSGV-Präsident ist bekanntlich kein Konzernchef, zumal der Verband auch nicht direkt an der NordLB beteiligt ist.

Strategisch geschickt hat Schleweis so lange gewartet, bis der Druck groß genug war und alle Augen nach Berlin blickten. Schleweis hat seinen Kollegen die Alternativen aufgezeigt und sie auch in den Abgrund blicken lassen. Unterm Strich könnte er seinem Ziel ein Stück näher kommen: die Konsolidierung der Landesbanken voranzutreiben.

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