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Kommentar Sprachassistenten machen das Leben der Menschen bequemer – aber möglicherweise auch unfreier

Sprachassistenten gehören zu den wichtigsten Themen der IFA in Berlin. Klar ist: Die Technik wird die Interaktion von Mensch und Maschine verändern. Doch sie hat auch Schattenseiten.
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Sprachassistenten: Google, Amazon und Apple hören immer zu Quelle: AP
Die Revolution der Sprachassistenten

Wer einen Lautsprecher wie Google Home, ein Smartphone und eine Apple Watch nutzt, dem hören bereits heute rund ein Dutzend Mikrofone zu – von früh bis spät.

(Foto: AP)

Viele Revolutionen haben mit Worten begonnen, und ein bisschen ist es auch dieses Mal so. Gehen die Pläne von Amazon, Google und Apple auf, werden wir in Zukunft Smartphones, Lautsprecher und Computer immer häufiger mit Worten steuern.

Das wird die Interaktion von Mensch und Maschine verändern – wie sehr, das lässt sich an Kindern beobachten. Sobald ein intelligenter Lautsprecher in ihrer Nähe steht, beginnen sie ganz selbstverständlich, mit dem Gerät zu kommunizieren. Sie stellen Fragen zu Hausaufgaben und lassen sich ihre Lieblingsmusik vorspielen.

Diese Kinder werden sich später nicht mehr daran erinnern, dass es einmal eine Zeit gab, in der man mit Computern nicht sprechen konnte. Gerade beginnt die nächste Phase dieser Revolution: Weil Mikrofone immer kleiner und billiger werden, lassen sie sich zum Beispiel auch in Kühlschränke, Mikrowellen und Autos integrieren.

Samsung will bis 2020 sogar all seine Geräte mit Mikrofonen ausstatten. Und so wird Spracherkennung auch zum wichtigsten Thema der Elektronikmesse IFA in Berlin. Die Zahlen zeigen, wie gewaltig der Umbruch ist: 13 Prozent der Erwachsenen in Deutschland nutzen laut der Beratungsfirma Deloitte bereits Sprachassistenten.

Noch größer sind die Folgen für Millionen Nutzer, die bislang von der Digitalisierung ausgeschlossen waren: Auf einmal können auch jene Menschen das Internet nutzen, die nicht lesen und schreiben können. Doch die Technik hat ihre Schattenseiten. 

Wer einen Lautsprecher wie Google Home, ein Smartphone und eine Apple Watch nutzt, dem hören bereits heute rund ein Dutzend Mikrofone zu – von früh bis spät. Was Amazon, Apple und Google mit diesen Informationen anstellen, machen die Unternehmen nicht transparent.

Zudem geben die Sprachsteuerungen auf Fragen nur noch eine verbale Antwort statt wie bisher eine Liste mit Suchergebnissen. Damit macht die Technik das Leben der Menschen bequemer – aber auch unfreier.

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