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Kommentar Städte verschlafen die Verkehrsrevolution

Weil Kommunen den Verkehr steuern, klingt es logisch, dass sie auch die Mobilitätsplattformen betreiben. Die Realität sieht aber anders aus.
01.01.2020 - 16:20 Uhr Kommentieren
Städte sollten eigene Verkehrsplattformen betreiben. Quelle: www.imago-images.de
Berliner Stadtautobahn

Städte sollten eigene Verkehrsplattformen betreiben.

(Foto: www.imago-images.de)

Die These überrascht: Städte und Gemeinden sollen die führende Rolle beim Aufbau einer zentralen Mobilitätsplattform übernehmen, über die die Bürger Zugriff auf alle verfügbaren Verkehrsmittel haben. Das fordern die Experten der Boston Consulting Group. Die Forderung ist gut begründet.

Die Steuerung des Verkehrs liegt per se in der Verantwortung der Kommunen. Sie sind für die Straßen verantwortlich, ihnen gehören in der Regel die regionalen Verkehrsbetriebe. Da klingt es schlüssig, dass die Kommunen auch die Mobilitätsplattform betreiben. Die Realität indes sieht anders aus.

Und leider spricht vieles dafür, dass sich daran so schnell nichts ändern wird. Die Probleme beginnen damit, dass jede Stadt ein eigenes Nahverkehrssystem betreibt. Schon die Frage, wo man Fahrkarten kauft und ob man diese entwerten muss oder nicht, bringen Städtereisende zur Verzweiflung. So mancher musste deshalb schon Strafe zahlen, weil er mit ungültigem Fahrschein unterwegs war.

Es geht weiter mit der Überlassung der Daten externer Verkehrsanbieter. Viele rücken die zentralen Informationen nicht heraus, weil sie fürchten, die Kontrolle über ihr Geschäft zu verlieren. Auch die Kommunen selbst sind übrigens sehr zögerlich, wenn es darum geht, die eigenen Daten an andere zu geben.

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    Die größte Hürde ist allerdings der Verwaltungsapparat. Dessen Struktur will nicht zur Anforderung passen, eine flexible Mobilitätsplattform zu errichten und das auch noch möglichst schnell. Entscheidungen sind politisch geprägt, Aufträge müssen langwierig ausgeschrieben werden und so weiter.

    Es liegt in der Natur der Sache, dass private Firmen deutlich schneller und effizienter agieren. Es bleibt nur ein Weg für die Kommunen, ihre Rolle bei der Mobilität der Zukunft doch noch zu erfüllen: Sie sollten nicht versuchen, das Rad neu zu erfinden, sondern sich über externe Partner das notwendige Know-how und Tempo sichern.

    Mehr: Berater der Boston Consulting Group sehen die Kommunen bei der urbanen Mobilität in der Pflicht. Denn die Lage in Deutschland unterscheide sich von der in Ländern wie den USA.

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