Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar Start-ups und Familienunternehmer, vereint euch!

Familienunternehmen und Start-ups brauchen den Austausch dringender denn je. Denn den Mittelstand 4.0 schaffen beide am besten gemeinsam.
Kommentieren
Die digitale Umwälzung der Wirtschaft fordert Traditionsunternehmen heraus. Start-ups können da helfen. Quelle: dpa
Ein Präzisionsmechaniker bei der Arbeit

Die digitale Umwälzung der Wirtschaft fordert Traditionsunternehmen heraus. Start-ups können da helfen.

(Foto: dpa)

Eine beliebte Geschichte zur digitalen Revolution lautet: Deutschlands Weltmarktführer laufen Gefahr, dass irgendein Tech-Konzern aus China oder dem Silicon Valley sich in Gigabyte-Geschwindigkeit ihr Geschäftsmodell zu eigen macht.

Bei der Geschichte handelt es sich allerdings um eine Ente: Weder ein Google noch ein Tencent haben Interesse daran, den hochspezialisierten Schraubenhersteller oder Ventilproduzenten aus der deutschen Provinz zu kopieren.

Viel wahrscheinlicher ist indes: Im Zuge der digitalen Umwälzung der Wirtschaft verschwindet die Industrie, für die eben jene Schraube oder das Ventil heute produziert wird.

Um diese Transformation zu bewerkstelligen, braucht es Offenheit und den Willen sich auf schmerzhafte Veränderungen einzulassen. Deutschlands traditionsreiche Weltmarktführer, oft in Familienhand, können da viel von Start-ups lernen. Der Transfer ist keineswegs einseitig: Auch Deutschlands Gründer sollten den Austausch suchen.

Klar ist: Das Rennen um den Endkunden hat Deutschland an die USA und Fernost verloren. Gegen Facebook, Amazon und Co. wird hierzulande keine ernst zu nehmende Konkurrenz mehr erwachsen.

Die große Chance des Landes liegt in seinem Erfindergeist – in Forschungszentren, Universitäten und in den Ideen visionärer Köpfe. Bei Technologien wie Robotik oder der vernetzten Fabrik sind die Weichen noch nicht gestellt.

Doch um aus diesen Ideen erfolgreiche Unternehmen zu erschaffen, braucht es nicht nur Kapital, sondern auch Geduld. Wer könnte beides, zusammen mit einem über Generationen gewachsenen, unternehmerischen Verständnis, besser bereitstellen als Deutschlands erfolgreiche Familienunternehmen?

Die können zugleich mit der Hilfe der Innovationskraft von Start-ups ihr eigenes Geschäftsmodell überprüfen, verbessern und gegebenenfalls anpassen. Vielleicht gibt es am Ende gar nicht ein Entweder-oder: Den Mittelstand 4.0 schaffen beide am besten gemeinsam.

Startseite

Mehr zu: Kommentar - Start-ups und Familienunternehmer, vereint euch!

0 Kommentare zu "Kommentar: Start-ups und Familienunternehmer, vereint euch!"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote