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Kommentar Statt über eine große Lösung zu philosophieren, ist ein pragmatischer Ansatz gefragt

Eine Konsolidierung der Sparkassen wäre langfristig sinnvoll. Doch zuvor muss der erste Schritt erfolgen. Die Initiative der Sparkassen ist gefragt.
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Die Helaba ist mehrheitlich im Besitz der Sparkassen. Quelle: dpa
Landesbank Hessen-Thüringen

Die Helaba ist mehrheitlich im Besitz der Sparkassen.

(Foto: dpa)

Vor vier Monaten wurden die Pläne von Sparkassenpräsident Helmut Schleweis publik, die öffentlich-rechtlichen Spitzeninstitute zu einer Sparkassenzentralbank zu verschmelzen. Die Superlandesbank ist im öffentlich-rechtlichen Sektor seitdem das Gesprächsthema Nummer eins – und wird es wohl noch lange bleiben.

Dass eine Konsolidierung langfristig sinnvoll wäre, bestreitet kaum jemand. Die öffentlich-rechtlichen Spitzeninstitute würden sich dann nicht mehr gegenseitig Konkurrenz machen – etwa im Wettbewerb um Firmenkunden.

Sie könnten Kosten senken und die steigenden Aufwendungen für IT und Regulatorik gemeinsam stemmen. Und sie könnten sich mehr Auslandsstandorte leisten und mehr Geld in neue Technologien investieren.

Das große Problem ist jedoch, dass auf dem Weg zu einer Sparkassenzentralbank niemand den ersten Schritt machen will. Die ursprünglich angedachte Fusion von Helaba und NordLB ist Ende 2018 geplatzt.

Und die Mehrheitseigner der LBBW und der BayernLB – die Länder Baden-Württemberg und Bayern – haben deutlich gemacht, dass sie eine Beteiligung ihrer Institute an einer Sparkassen-Megabank ablehnen.

Statt weiter über eine große Lösung zu philosophieren, ist deshalb nun ein pragmatischer Ansatz gefragt. Die Sparkassen haben es in der eigenen Hand, eine weitere Konsolidierung ihrer Spitzeninstitute anzustoßen. Die Helaba ist mehrheitlich im Besitz der Sparkassen, der Fondsanbieter Deka und der Immobilienfinanzierer Berlin Hypo sogar zu 100 Prozent.

Hinzu kommt noch die NordLB, deren Mehrheitseigner Niedersachsen die Bank wahrscheinlich lieber heute als morgen bei einem anderen Institut andocken würde. Eine Beteiligung der Deka an einer Konsolidierung haben bisher vor allem die Sparkassen in Baden-Württemberg verhindert, weil sie keinen großen Konkurrenten für die LBBW schaffen wollten. Hier muss Schleweis ansetzen, wenn seine Idee einer Sparkassenzentralbank kein Traum bleiben soll.

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