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Fläche ist einfach da und muss in der Regel nicht erst produziert werden. Das sollte sich in der Steuer widerspiegeln.

Kommentare

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  • Auch mit Übergangsfristen bleibt die Besteuerung von Boden - eine Substanzsteuer. Und entwertet damit die als Alterssicherung gepriesene eigene Immobilie.

  • Danke für diesen Klasse Artikel, Herr Häring. Bringt Licht ins Dunkel der vielen verdeckten Interessen!

  • Es ist immer das gleiche: erst grandioses Staatsvrsagen - hier: Wohnungspolitik-, mit der Folge einer Verwahrlosung der staatlichem (kommunalen) Immobilien, dann Privatisierung der Schrottimmobilien mit der Auflage an den Käufer (Immobiliengesellschaft) zur Sanierung und sozial freundlichen Vermietung, dann Klage des Staates über höhere Mieten und der Ruf nach mehr Steuern.

  • Darf man eigentlich Werbung für den Autor machen? Falls nicht, müsst ihr das wieder löschen. ;-)
    Der Norbert Häring ist wirklich ein ganz hervorragender Mann. Ich habe zwei Bücher von ihm gelesen:
    "Markt und Macht" und "Schönes neues Geld" (genialer Titel als Anspielung auf Aldous Huxleys "Schöne neue Welt"!) über die weltweiten Bestrebungen, das Bargeld abzuschaffen und dadurch die Menschen total kontrollieren zu können. Ich sehe das nahezu identisch wie er. Falls ich ihn mal treffe, spendiere ich ihm ein Bier. ;-)

    Wie man auch an diesem Beitrag sehen kann, ist er durchaus auch staatskritisch, aber er ist halt (leider) immer noch überzeugter Etatist.
    "Es gab Zeiten, da gehörte es zum Grundkanon der Einführung in die Volkswirtschaftslehre, den Studenten beizubringen, was Grundrente ist."
    Als Wirtschaftswissenschaftler weiß der Norbert Häring natürlich ebenfalls, dass man auch im Marxismus-Unterricht gelernt hat, was Grundrente ist. Findet man den Begriff doch gleich in Punkt 1 des "10-Punkte-Plans" aus dem Kommunistischen Manifest von Marx / Engels:

    "1) Expropriation des Grundeigenthums und Verwendung der Grundrente zu Staatsausgaben."
    https://de.wikisource.org/wiki/Manifest_der_Kommunistischen_Partei_(1848)

    Ich denke, er wird mir daher auch zustimmen, dass damit in der BRD von heute die zweite Hälfte dieser Forderung bereits umgesetzt ist. An der Umsetzung des ersten Teils wird zur Zeit insbesondere in Berlin gearbeitet.
    Und ich denke, er wird mir auch bestimmt bei dieser Aussage zustimmen:
    "Wenn man einem Menschen 100% seines Einkommens oder seines Grund und Bodens wegnehmen würde, dann würde man das als Raub bezeichnen."
    Ab wann aber ist es kein Raub mehr? Ab 80%, 50%, 20%, 10% Besteuerung?

  • Sehr geehrter Herr Häring,

    schön, dass Sie so meinungsstark sind. Aber wie wäre es mit einer gehörigen Portion Toleranz? So im Sinne von Friedrich dem Großen. Der meinte bekanntlich, dass jeder nach seiner Facon selig werden soll.

    Doch zu den Steuern. Sie erinnern sich sicher, an welche absurden Tatbestände der Staat im Laufe der Jahrhunderte die Erhebung von Steuern geknüpft hat. Beispiele dafür sind die bloße Existenz von Fenstern, Türen oder Toiletten.

    Für Finanzwissenschaftler sind solche Mißgriffe natürlich Gräueltaten. Unsere Professoren forderten, dass sich die Erhebung von Steuern ausschließlich an der steuerlichen Leistungsfähigkeit orientiert. Volkstümlich formuliert: Die mit den breiten Schultern können größere steuerliche Lasten tragen, denen kann man diese Lasten auch aufbürden. Und wer ohnehin kaum auf eigenen Beinen stehen kann, muß natürlich von der Finanzierung der staatlichen Aufgaben verschont werden.

    Doch zur Grundsteuer. Mir erschließt sich nicht, warum schon die bloße Eintragung im Grundbuch eine steuerliche Leistungsfähigkeit begründen soll. Das halte ich für völligen Quatsch.

    Natürlich kann man Grundstücke auch verwerten. Beispielsweise verpachten, vermieten oder verkaufen. Dann kommt man natürlich zu Einkünften, die eine steuerliche Leistungsfähigkeit begründen. Nichts dagegen, dass diese Einkünfte auch einer Besteuerung unterworfen werden. Aber haben Sie schon gehört, dass wir eine Einkommenssteuer bereits haben?

Mehr zu: Kommentar - Streit um die Grundsteuer – Was an der Besteuerung von Grund und Boden besonders ist