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Kommentar Stromkunden sollten sich nicht von Billigangeboten blenden lassen

Die Pleite von BEV sollte Verbraucher zur Skepsis mahnen. Oft entpuppen sich die günstigen Lockangebote der Strom-Discounter als teure Kostenfalle.
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Kunden sind gut damit beraten, ab und zu den Anbieter zu wechseln. Quelle: AP
Steckdose

Kunden sind gut damit beraten, ab und zu den Anbieter zu wechseln.

(Foto: AP)

Die Pleite von Teldafax im Jahr 2011 ließ 750.000 geprellte Kunden zurück. Bei Flexstrom waren es 2013 mehr als 800.000. Nach der Insolvenz der BEV Bayerische Energieversorgungsgesellschaft mbH warten jetzt 250.000 Kunden auf ihr Geld. Und dazwischen gab es noch eine Vielzahl an kleineren, nicht ganz so spektakulären Insolvenzen.

Der deutsche Strommarkt birgt für Verbraucher ganz offensichtlich ein hohes Risiko. Dabei sind die Insolvenzen, nach denen Kunden auf die Rückzahlung von Vorauszahlungen, Abschlägen und auf versprochene Boni warten, nur die extremsten Fälle. Der Wettbewerb wird grundsätzlich mit so harten Bandagen ausgetragen, dass Kunden regelmäßig auf Lockangebote hereinfallen – und im Nachhinein doch mehr bezahlen müssen als gedacht.

Es ist deshalb zwar richtig, regelmäßig den Anbieter zu wechseln, es ist aber auch Vorsicht geboten. Viele Angebote sind einfach zu günstig, um wahr zu sein. Der Trick ist im Prinzip grundsätzlich immer der gleiche. Verbraucher werden auf den Vergleichsportalen im Internet mit Angeboten gelockt, die zum Teil 200 bis 300 Euro im Jahr unter den Tarifen der Kommunalversorger liegen.

Im Nachhinein versuchen die Billiganbieter, den Rabatt aber in der Regel wieder einzufangen – am liebsten mit drastischen Preiserhöhungen. Zum Teil verfällt der Anspruch auf den Bonus auch einfach, wenn der Kunde zu früh seinen Anbieter wieder wechselt. Es gab aber sogar schon Fälle, bei denen die versprochenen Boni einfach nicht bezahlt wurden – in der Hoffnung, der Kunde werde es schon nicht merken.

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Bei hohen Boni ist grundsätzlich Skepsis angesagt. Sie können sich für die Anbieter schlichtweg nicht rechnen. Einen großen Teil des Strompreises, den private Kunden bezahlen, müssen die Versorger direkt weiterreichen. Die Netzbetreiber kassieren knapp ein Viertel für die Durchleitung des Stroms. Mehr als die Hälfte des Preises entfällt zudem auf Steuern, Abgaben und Umlagen.

Mit dem Rest müssen Versorger den Einkauf des Stroms finanzieren, ihren Vertrieb finanzieren und am besten noch eine Marge erzielen. Nach einer aktuellen Analyse von A. T. Kearney sind die Rohmargen eines Billiganbieters bei einer hohen Bonuszahlung im ersten Jahr deutlich negativ.

Geschickte Kunden können sich den Wettbewerb zunutze machen. Sie müssen aber regelmäßig wechseln und das Kleingedruckte studieren. Weniger geschickte Kunden werden im Nachhinein bei vermeintlichen Billigangeboten häufig abgezockt – oder finden sich wie jetzt die BEV-Kunden im Insolvenzverfahren wieder.

Verbraucher dürfen sich von zu hohen Bonuszahlungen jedenfalls nicht blenden lassen. Der Wettbewerb auf dem Strommarkt ist hart und zuweilen unfair.

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1 Kommentar zu "Kommentar: Stromkunden sollten sich nicht von Billigangeboten blenden lassen"

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  • Stromkunden sind wir alle und sollten uns schneller bewusst werden, dass wir als Konsumenten ausgenutzt und für dumm befunden werden. Es gibt längst Alternativen zum Stromnetz mit Stromversorgung aus dem Grosskraftwerk und der Steckdose. Wir sind in einem Zeitalter des Wandels zur MOBILEN UND DEZENTRALEN HAUSHALTSVERSORGUNG. 1958 erstmals in der Raumfahrt genutzt entwickelte sich die Photovoltaik anfangs langsam. Von ersten kleinen Anwendungen z. B. in Taschenrechnern in den 70iger Jahren bis zu einer autarken Versorgung ganzer Haushalte vergingen nochmals fast 20 Jahre. Die Photovoltaik begann ihren wirklichen Siegeszug zu Beginn der 90iger Jahre. Heute ist für Jedermann der Solarstrom aus dem sichtbaren Spektrum der Strahlung allgegenwärtig. Und heute steht auch die nächste Evolutionsstufe an. NEUTRINOVOLTAIC!
    Die Berliner Neutrino Energy Group entwickelt innovative High-Tech-Werkstoffe auf Basis dotierter Kohlenstoffderivate, um dadurch Mechanismen in Gang zu setzen, die es ermöglichen, das nichtsichtbare kosmische und solare Strahlenspektrum in elektrischen Strom zu wandeln. NEUTRINOVOLTAIC. Gleichsam einer Solarzelle, die auch ohne Licht bei völliger Dunkelheit Energie bereitstellt und die nun die herkömmliche Photovoltaik in Kürze sinnvoll ergänzen wird. IN FOLGE WERDEN WIR ALSBALD MOBILTELEFONE, HAUSHALTSGERÄTE ohne Kabel und Anschluss an die Steckdose Nutzen können. Wir müssen die Herausforderungen der Zukunft meistern“, mahnt Holger Thorsten Schubart, CEO der Neutrino Energy „Themen wie Energieversorgung und Klimaschutz, aktueller denn je, erfordern vorausschauendes Denken sowie innovative und nachhaltige Lösungen. Neue Technologien, um uns kurzfristig von der Verstromung fossiler Rohstoffe, wie zum Beispiel Kohle zu lösen und uns auch mittelfristig von den Abhängigkeiten erdölexportierender Länder. Darauf sollte sich unsere Politik und Gesellschaft konzentrieren und INVESTITIONEN in die neue Technologie und unendliche Ressource Neutrino-Energy tätigen.