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Kommentar S&P-Höhenflug verdeckt, wie es in der US-Wirtschaft abseits der Tech-Industrie aussieht

Die neue Zusammensetzung des Dow Jones wird den Leitindex kaum stärken. Investoren müssen wissen, worauf sie sich einlassen.
31.08.2020 - 18:27 Uhr Kommentieren
Die Diskrepanz zwischen den beiden großen US-Aktienindizes ist in diesem Jahr so groß wie seit den 1930er Jahren nicht mehr. Quelle: AFP
New Yorker Börse

Die Diskrepanz zwischen den beiden großen US-Aktienindizes ist in diesem Jahr so groß wie seit den 1930er Jahren nicht mehr.

(Foto: AFP)

Es ist ein deutliches Zeichen der Zeit: Exxon, Öl-Gigant und einst das wertvollste Unternehmen der USA, fliegt aus dem Dow Jones Industrial Index (DJIA). Der Konzern wird in Amerikas Leitindex im Zuge einer groß angelegten Neuordnung unter anderem von dem Cloud-Unternehmen Salesforce ersetzt. Die neue Welt verdrängt die alte. Der Wandel der Wirtschaft scheint nicht mehr aufzuhalten.

Und doch wird sich durch die Neuordnung strategisch nicht viel ändern, die durch Apples Aktiensplit nötig wurde. Das Papier des iPhone-Herstellers wurde an diesem Montag im Verhältnis von vier zu eins geteilt. Damit spielt Apple im preisgewichteten Index eine weniger große Rolle.

Salesforce kann das nicht kompensieren. Im Gegenteil. Vor dem Split haben Technologiewerte 28 Prozent des Dow Jones ausgemacht, genauso viel wie in Amerikas anderem und derzeit erfolgreicherem Index, dem S&P 500. Nach der Neuordnung beträgt der Anteil der Technologiewerte nun nur noch 24 Prozent.

Das ist an sich nicht weiter tragisch. Investoren müssen nur wissen, worauf sie sich einlassen. Der S&P 500 gewichtet nicht nach Aktienpreis, sondern nach Marktkapitalisierung der gelisteten Unternehmen. Daher fallen Amerikas wertvollste Konzerne, wie Apple, Amazon und Microsoft, dort am stärksten ins Gewicht. Und es sind genau jene Technologieriesen, die in der Coronakrise zu den großen Gewinnern zählten.

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    Viele Technologie- und Kommunikationsunternehmen im S&P 500 fallen in die Kategorie der Wachstumswerte, die überdurchschnittliche Gewinne in der Zukunft versprechen. Sie haben sich in Zeiten von „Work from Home“ als zuverlässige Kurstreiber erwiesen.

    S&P gegenüber dem Dow klar im Vorteil

    Das führt dazu, dass der S&P in diesem Jahr trotz der schweren Rezession um acht Prozent zugelegt hat. Der Index, der deutlich mehr Investoren anlockt als der Dow Jones, ist im Moment klar im Vorteil. Doch er verdeckt, wie es abseits der Tech-Industrie in der US-Wirtschaft aussieht. Die restlichen 495 Unternehmen aus dem S&P liegen in diesem Jahr rund sieben Prozent im Minus.

    Im Dow Jones dagegen fallen die Substanzwerte, also Industrie, Energie, Gesundheit und Banken, stärker ins Gewicht. Die teuerste und damit einflussreichste Aktie im Dow Jones ist nun der Krankenversicherer United Health. Das führt dazu, dass die Diskrepanz zwischen den beiden großen Aktienindizes in diesem Jahr so groß ist wie seit den 1930er-Jahren nicht mehr.

    Der Dow Jones konnte erst in der vergangenen Woche seine Verluste für das Jahr wettmachen. Investoren warten schon lange darauf, dass es zu einer Rotation aus den überbewerteten Tech-Aktien in die Substanzwerte kommt. Sollte das passieren, würde der Dow Jones wieder deutlich an Fahrt gewinnen.

    Mehr: Warum sich Anleger nicht zu sehr über die Aktiensplits von Apple und Tesla freuen sollten.

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