Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar „Super-Vectoring“ reicht für den Ausbau des schnellen Internets nicht aus

Die Telekom schaltet am Mittwoch für viele Deutsche schnelleres Internet frei. Langfristig sollte sie jedoch auf andere Technologien setzen.
Kommentieren
Der Konzern schaltet am Mittwoch in Millionen Haushalten das „Super-Vectoring“ frei. Doch ohne Glasfaserkabel geht in Zukunft nichts. Quelle: dpa
Telekom

Der Konzern schaltet am Mittwoch in Millionen Haushalten das „Super-Vectoring“ frei. Doch ohne Glasfaserkabel geht in Zukunft nichts.

(Foto: dpa)

In vielen deutschen Häusern und Wohnungen ist deutlich schnelleres Internet verfügbar. Die Telekom schaltet am Mittwoch sechs Millionen Haushalte für das sogenannte „Super-Vectoring“ frei. Auf Basis alter Telefon-Kupferleitungen sind Geschwindigkeiten von bis zu 250 Mbit pro Sekunde möglich, allerdings nur bei Haushalten, die auch nah an mit Glasfaser ausgerüsteten Verteilerkästen hängen.

Damit will die Telekom zu den Kabel-Wettbewerbern aufschließen, die schon heute deutlich schnellere Geschwindigkeiten anbieten. Das Problem ist jedoch: „Super-Vectoring“ ist nur eine Brückentechnik. Bis zum Jahr 2025 soll eigentlich EU-weit die vierfache Geschwindigkeit von bis zu einem Gigabit pro Sekunde etabliert werden. Und die sind bislang mit den technisch hochgerüsteten Telefon-Kupferdrähten der Telekom nicht erreichbar.

Die Bonner führen zwei Argumente für die Technik an: Zum einen lasse sich ihre bestehende Infrastruktur mit relativ geringen Kosten auf „Super-Vectoring“ umstellen. Zum anderen seien viele Verbraucher noch nicht bereit, für einen Glasfaseranschluss bis ins Haus oder die Wohnung auch das nötige Geld zu bezahlen.

Das stimmt zwar im Moment. Doch schon eine „Killer-Applikation“ kann reichen, damit sich das grundlegend ändert, etwa eine besonders aufwendige Virtual-Reality-Anwendung.

Tritt dieser Fall ein, läuft die Telekom Gefahr, nicht schnell genug umstellen zu können. Anbieter wie Vodafone müssen zwar erst beweisen, dass ihre Kabelnetze wirklich die versprochenen Gigabit-Geschwindigkeiten leisten. Allerdings können sie zu Recht darauf verweisen, dass das Kabelnetz schon heute oftmals eine höhere Geschwindigkeit bietet als das „Super Vectoring“ der Telekom.

Anstatt sich zu sehr auf die Brückentechnik zu konzentrieren, sollte die Telekom besser mit vollem Einsatz den Glasfaserausbau vorantreiben. Das ist langfristig ihre größte Stärke.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite

Mehr zu: Kommentar - „Super-Vectoring“ reicht für den Ausbau des schnellen Internets nicht aus

0 Kommentare zu "Kommentar: „Super-Vectoring“ reicht für den Ausbau des schnellen Internets nicht aus"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.