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Kommentar T-Mobile und Sprint – Die Vorbehalte der Kartellwächter gehören zum Geschäft

Das US-Justizministerium hat nach einem Medienbericht Vorbehalte gegen die Fusion der Telekom-Tochter. Das ist auch völlig legitim. Noch ist nichts entschieden.
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Die beiden Unternehmen müssen die Kartellbehörde überzeugen, dass die Konsolidierung nicht schlecht für den Wettbewerb und vor allem für die Verbraucher ist. Quelle: Reuters
T-Mobile und Sprint

Die beiden Unternehmen müssen die Kartellbehörde überzeugen, dass die Konsolidierung nicht schlecht für den Wettbewerb und vor allem für die Verbraucher ist.

(Foto: Reuters)

Es war ein Schock für die Investoren: Die Fusion der Telekom-Tochter T-Mobile US mit dem Rivalen Sprint trifft laut Wall Street Journal auf erheblichen Widerstand der Kartellwächter des US-Justizministeriums. In der derzeit geplanten Form dürften die Wettbewerbshüter dem Vorhaben wohl nicht zustimmen, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Insider.

Die Aktienkurse von T-Mobile und Sprint reagierten sofort und sackten ab. Das klare Dementi von T-Mobile-CEO John Legere milderte den Absturz zwar etwas. Aber die Sorgen bleiben.

Was bedeutet das für die geplante Fusion und warum kommen jetzt Bedenken, nachdem die Telekommunikations-Aufsicht FCC dem Deal bereits zugestimmt hat?

Zweifel von der Kartellaufsicht sind nie gute Nachrichten. Das steht fest. Aber sie gehören zum Geschäft. Mit der 26 Milliarden Dollar schweren Fusion von T-Mobile und Sprint würden von derzeit nur vier Mobilfunkanbietern in den USA nur noch drei übrigbleiben. Da ist es nicht nur verständlich, sondern auch wünschenswert, dass sich das Justizministerium in seiner Rolle als Wettbewerbsaufsicht den Deal genau anschaut.

Beobachter weisen auch darauf hin, dass die Meinungen innerhalb der Abteilungen im Kartellamt bei Fusionen oft stark auseinander gehen. So könnten Zweifel einzelner Vertreter eventuell nicht für die Meinung aller stehen.

Bei der FCC konnte die Telekom-Tochter vor allem mit ihren Plänen für das 5G-Netz überzeugen. Nur wenn sich die beiden zusammentun, hätten sie die Ressourcen, in die neue Technologie zu investieren, so die Argumentation.

Dieser Aspekt steht aber beim Justizministerium nicht unbedingt im Mittelpunkt. Sprint und T-Mobile müssen die Kartellbehörde überzeugen, dass die Konsolidierung nicht schlecht für den Wettbewerb und vor allem für die Verbraucher ist.

Weniger Spieler bedeuten oft weniger Wettbewerb und höhere Preise. Nur wenn die beiden beweisen können, dass sie ihre Margen durch Effizienz erwirtschaften werden und nicht durch höhere Preise, haben sie eine Chance, den Deal wie geplant vor Juli abzuschließen.

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