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Kommentar Telekom, Vodafone und Telefónica sollten viel enger zusammenarbeiten

Die Mobilfunkbetreiber Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland schließen erstmals gemeinsam Funklöcher. Das ist gut – aber nicht genug.
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Die Mobilfunkbetreiber wollen gemeinsam Funklöcher stopfen. Quelle: dpa
Mobilfunkmast

Die Mobilfunkbetreiber wollen gemeinsam Funklöcher stopfen.

(Foto: dpa)

Ein jeder, der häufiger mit dem Auto oder Zug gerade in ländlicheren Regionen in Deutschland unterwegs ist, leidet unter der schlechten Netzabdeckung. Gespräche brechen ab, die mobile Datenübertragung ist langsam oder gar nicht möglich. Auf dem Land hat das deutsche Mobilfunknetz immer wieder Lücken. Schweiz oder Österreich stehen deutlich besser da.

Bislang argumentierten die Netzbetreiber meist, der Aufbau von Masten in entlegenen Regionen rechne sich nicht. Die Investitionen seien hoch und könnten kaum eingespielt werden.

Am Montag steuerten sie um. In einer gemeinsamen Mitteilung kündigten Telekom, Vodafone und Telefónica an, künftig in einem Pilotprojekt gemeinsam Funklöcher zu schließen. Bis zu 6000 Masten sollen so gebaut werden. Jeder der Betreiber will mithelfen und die Infrastruktur mit den Konkurrenten teilen.

Das ist eine gute Nachricht. Die Betreiber teilen sich die Kosten. Dadurch wird der Ausbau auch in entlegenen Regionen rentabel. Der Schritt ist sinnvoll wie auch naheliegend. Aber es bedurfte zuerst des Drucks der Bundesnetzagentur, um die Netzbetreiber zu dieser engen Abstimmung zu drängen.

Denn die Behörde hatte mit der Versteigerung der 5G-Frequenzen strenge Auflagen, etwa für den Ausbau des schnellen Mobilfunks entlang von Eisenbahnstrecken, Autobahnen und Bundesstraßen gemacht. Um die Vorgaben zu erfüllen, arbeiten die Firmen jetzt zusammen.

Trotzdem: 6000 Masten werden niemals reichen, alle Funklöcher in Deutschland zu schließen. Deutschland will Europas führende Industrienation sein. Aber im Mobilfunk ist die Bundesrepublik bestenfalls Mittelmaß. Das ist ein Problem der gesamten Branche.

Mit gemeinsamen Anstrengungen könnten die Betreiber das ändern. Sie sollten viel stärker zusammenarbeiten. Das wird das Image der Telekomfirmen verbessern, Deutschland voranbringen und Druck von der Branche nehmen.

Mehr: Die Bundesregierung ringt um den richtigen Umgang mit dem chinesischen Netzwerkausrüster Huawei. Nun meldet sich die deutsche Wirtschaft zu Wort.

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