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Kommentar Thyssen-Krupp: Der RAG-Stiftung geht es um den reinen Profit

Die RAG-Stiftung beteiligt sich mit den Finanzinvestoren Cinven und Advent am Bieterrennen um Thyssen-Aufzüge. Das dürfte finanzielle Gründe haben.
17.01.2020 - 08:23 Uhr Kommentieren
Die Aufzugsparte des Ruhrkonzerns ist das wohl interessanteste Übernahmeziel des Jahres.
Aufzugturm von Thyssen-Krupp Elevator

Die Aufzugsparte des Ruhrkonzerns ist das wohl interessanteste Übernahmeziel des Jahres.

Es klingt wie ein Märchen aus Tausendundeiner Kohlezeche: Auf der einen Seite steht der notleidende Industriekonzern Thyssen-Krupp, der seinen wertvollsten Besitz, die hochprofitable Aufzugsparte, aus reiner Geldnot verkaufen muss.

Auf der anderen Seite steht die RAG-Stiftung: die reiche Erbin der deutschen Kohleindustrie, die viele Milliarden Euro Anlagegeld verwaltet, um mit den Profiten die Ewigkeitslasten des Bergbaus zu bewältigen. Es liegt deshalb nahe, dass sich die RAG-Stiftung gemeinsam mit den Finanzinvestoren Cinven und Advent an der Übernahme von Thyssen-Krupp Elevator beteiligen will.

Schon mehrfach hatten RAG-Vertreter der Krupp-Stiftung in der Vergangenheit finanzielle Hilfen angeboten, um schlimme Notlagen abzuwenden. Doch diesmal dürfte es um etwas anderes gehen – nämlich um den Profit.
Denn die Aufzugsparte des Ruhrkonzerns ist das wohl interessanteste Übernahmeziel des Jahres.

Nicht nur die RAG-Stiftung, auch klassische Private-Equity-Investoren schwimmen angesichts der anhaltend niedrigen Zinsen im Geld ihrer Anleger. Das treibt die Preise für Unternehmensbeteiligungen – und macht die Suche nach attraktiven Investments zunehmend schwierig.

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    Für Thyssen-Krupp dürfte das Gebot der RAG-Stiftung daher nur eines unter vielen sein. Ob das Konsortium aus RAG, Cinven und Advent den Zuschlag erhält, ist damit letztlich eine Frage der Höhe des Angebots. Mit weniger als einer Milliarde Euro will sich die Stiftung Insidern zufolge beteiligen.

    Eine beherrschende Stellung unter den Investoren dürfte sie angesichts eines geschätzten Kaufpreises von 15 Milliarden Euro also nicht einnehmen. Für die beteiligten Finanzinvestoren Cinven und Advent bedeutet die Beteiligung der Stiftung aber einen kleinen Vorteil gegenüber den Konkurrenten.

    Mit ihrem arbeitnehmerfreundlichen Ruf könnte sie für einen Vertrauensvorsprung bei den Arbeitnehmern sorgen. Denn die haben bei dem Deal auch ein Wort mitzureden.

    Mehr: Die Kohle-Stiftung hat sich Insidern zufolge mit Finanzinvestoren verbündet. Am Mittwoch hat sich der Aufsichtsrat von Thyssen-Krupp mit den Geboten befasst.

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