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Produktion bei Toyota (Archiv)

Der japanische Autohersteller arbeitet sehr profitabel.

(Foto: dpa)

Kommentar Toyota rüstet sich mit Sparsamkeit für die nächste Krise

Kein Autohersteller ist so sparsam wie Toyota. Der japanische Konzern ist damit auch dann gerüstet, wenn US-Präsident Trump einen Handelskrieg beginnt.
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Tokio70 Prozent weniger Papierverbrauch – das neue Sparziel von Toyota könnte man als Witz abtun. Doch niemand sollte diesen Fehler begehen.

Denn Maßnahmen wie diese sind Teil einer Sparkultur, die seit Jahrzehnten Toyotas Sonderstellung in der Autoindustrie erklärt. Die Quartalsbilanz am Freitag zeigte deutlich, wozu Toyotas traditionelles Kaizen – das Prinzip der kontinuierlichen Verbesserung – auch heute noch fähig ist.

Der Massenhersteller hatte im vergangenen Jahresviertel mit 9,3 Prozent Umsatzrendite eine höhere Profitabilität als die deutschen Premiumhersteller Audi, BMW und Daimler. Und es spricht für Toyota, dass sich die Führung mit dieser guten Momentaufnahme nicht zufrieden gibt.

Stattdessen hat Konzernchef Akio Toyoda weitgehend unbeachtet eine neue Reformstufe gezündet, damit sein Konzern trotz Investitionen in Elektro- und Roboterautos profitabel bleibt und überdies agiler wird.

Kaizen 2.0 könnte man Toyodas Initiative durchaus nennen. Denn der Enkel des Toyota-Gründers nimmt sich nun jene Masse im Konzern vor, die Ferdinand Piëch bei VW einst wegen ihr Trägheit und Undurchlässigkeit als „Lehmschicht“ titulierte.

Seit diesem Jahr sollen in der Verwaltung bis hin zu den Entwicklungsabteilungen alle liebgewonnenen Arbeitsprozesse genauso intensiv hinterfragt werden wie am Band – dazu gehört auch der Papierverbrauch.

Das sind die Bestseller von Toyota
Platz 10 - Hilux - 35.719 verkaufte Fahrzeuge in Europa
1 von 10

Der japanische Pickup schafft es in Europa nur knapp in die Spitzenränge. In Thailand ist der Riese sogar das meistverkaufte Modell der Japaner.

Stand: Gesamtjahr 2014

(Foto: PR)
Platz 9 - Verso - 37.339 verkaufte Fahrzeuge in Europa
2 von 10

Der Familienkutsche sieht man die Verwandtschaft zum Auris an. Doch der Siebensitzer ist noch ein wenig geräumiger als sein Schwestermodell.

(Foto: PR)
Platz 8 - Camry - 39.884 verkaufte Fahrzeuge in Europa
3 von 10

In den USA ist die Mittelklasse-Limousine ein absoluter Verkaufsschlager. In Europa konzentriert man sich mit dem Modell auf die Wachstumsmärkte im Osten. Allerdings reicht das noch für einen Platz in der Top Ten.

(Foto: Reuters)
Platz 7 - Land Cruiser - 52.158 verkaufte Fahrzeuge in Europa
4 von 10

Der Land Cruiser war schon da, bevor SUV so beliebt wurden. Doch er schwimmt mit auf der Erfolgswelle.

(Foto: PR)
Platz 6 - Auris Touring Sports - 56.351 verkaufte Fahrzeuge in Europa
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Die Familienkutsche gibt es - wie viele Modellreihen von Toyota - auch mit Hybrid-Antrieb. Ingesamt erfreut sich das Modell außerordentlicher Beliebtheit.

Platz 5 - Aygo - 70.542 verkaufte Fahrzeuge in Europa
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Der kleinste der Japaner hat sich ein freches Äußeres zugelegt und dreht damit auch seine Runden in der Absatzstatistik.

(Foto: PR)
Platz 4 - Corolla - 83.301 verkaufte Fahrzeuge in Europa
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Über alle Generationen hinweg ist der Corolla das meistverkaufte Auto der Welt. Auf den deutschen Markt ist das Modell zwar gerade erst zurückgekehrt, in Süd- und Osteuropa ist er allerdings ein Hit.

(Foto: ap)

Einsparungen sind allerdings nur ein Ziel der Kampagne. Zudem will Toyoda damit seine Kulturrevolution endgültig umsetzen, mit der er seit seinem Amtsantritt im Jahr 2009 den Konzernriesen wieder unternehmerischer und schneller machen will.

Denn die Autorevolution hat bei Toyoda Krisengefühl ausgelöst. „Eine entscheidende Schlacht hat begonnen, eine, bei der es nicht um Gewinnen oder Verlieren geht, sondern um Überleben oder Sterben“, warnt er seit Jahren.

Mit einer „Toyota New Global Architecture“ (TNGA) zwingt er dabei seit 2012 die Ingenieure zum Umdenken von Designprozessen. 2016 wurde die Aufteilung nach Funktionen durch interne Unternehmen nach Autoarten ersetzt, um Entscheidungswege zu verkürzen.

Dieses Jahr hat er die Führungsebene neu aufgestellt und mehr Vorstände von außen geholt, um Toyota für Partnerschaften zu öffnen. Und mit der neuen Führung versucht er nun, die Organisation nach seiner Vorstellung auszurichten.

Der Handelskrieg von US-Präsident Donald Trump gibt den Reformen nun noch mehr Zug. Denn sollten die USA 25 Prozent Einfuhrzoll auf Autos und Bauteile erheben, würden die Gewinne der japanischen Autobauer kollabieren.

Aber Toyotas Ausgangslage ist besser als bei vielen Rivalen, und dies nicht nur finanziell. Immerhin versucht Konzernchef Toyoda eine Reform im Erfolg und nicht erst in der Krise.

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