Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar Trotz vieler Pleiten rütteln Fintechs die Branche auf

Viele Fintechs werden nicht überleben. Doch ihr Einfluss auf die Finanzbranche ist enorm, denn etablierte Banken und Versicherer sind zu langsam.
Kommentieren
Für Banken sind Fintechs zu wichtigen Partnern geworden. Quelle: dpa
Skyline Frankfurt

Für Banken sind Fintechs zu wichtigen Partnern geworden.

(Foto: dpa)

Sie sind Innovatoren, Angreifer und längst auch Sparringspartner der Banken: Finanz-Start-ups werden in Serie gegründet und drängen in sämtliche Geschäftsbereiche der alteingesessenen Finanzinstitute vor. Allerdings: Seit 2011 hat etwa jedes fünfte Fintech sein Geschäft wieder eingestellt. Das klingt nach einem herben Rückschlag, doch abgesagt ist die Revolution deshalb nicht.

Die Geschäftsmodelle der Fintechs sind vielfältig. Sie tummeln sich im Bereich der Geldanlage, in der Kreditvergabe, im Zahlungsverkehr, unterstützen beim Immobilienkauf oder bei der Buchhaltung. Dabei springen mitunter Dutzende Start-ups auf die gleiche Idee auf und bekommen zusätzlich Konkurrenz durch traditionelle Anbieter. Eine Konsolidierung ist dabei unvermeidlich.

Es läuft ein harter Wettbewerb – jeder will das beste Produkt entwickeln und möglichst schnell viele Kunden gewinnen. Damit das klappt, buhlen die jungen Firmen um einflussreiche Investoren und immer stärker auch um große Kooperationspartner. Der Zwang, die anderen ständig übertreffen zu müssen, sorgt für ein schnelles Innovationstempo, das die Finanzbranche dringend braucht.

Grafik

Die etablierten Banken und Versicherer sind zu langsam, und komplexe Strukturen hindern sie daran, schnell etwas auszuprobieren, das sie später womöglich wieder einstellen müssen. Bei Fintechs dagegen gehört das zum Alltag – sowohl bei der Entwicklung einzelner Produktfunktionen, aber auch in Bezug auf das ganze Unternehmen. Sie haben keine Angst vor dem Scheitern.

In den nächsten Jahren dürfte die Zahl der Fintech-Pleiten noch deutlich steigen. Eine Erfolgsquote von gerade mal zehn Prozent gilt bei Start-ups als normal. Vergeblich werden ihre Versuche dennoch nicht gewesen sein. Sie rütteln die Branche auf, stoßen auch bei den Etablierten Innovationen an und sorgen dafür, dass digitale Angebote nutzerfreundlich werden. Die Revolution geht weiter – auch, wenn einzelne Revolutionäre scheitern.

Mehr: Seit 2011 haben 233 Finanz-Start-ups ihr Geschäft wieder eingestellt. Woran das liegt, lesen Sie hier.

Startseite

Mehr zu: Kommentar - Trotz vieler Pleiten rütteln Fintechs die Branche auf

0 Kommentare zu "Kommentar: Trotz vieler Pleiten rütteln Fintechs die Branche auf"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.