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Kommentar Trump bringt Kim mit fragwürdiger Strategie zurück an den Verhandlungstisch

Trump liegt vielleicht richtig damit, den Diktator Kim Jong Un zum Staatsmann aufzuwerten. Er könnte mit seinem Handeln Weltgeschichte schreiben.
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Nordkorea und USA planen weitere Gespräche

Der Atompoker mit Nordkorea ist so recht nach Donald Trumps Geschmack. Wie am Sonntag kann der US-Präsident mit typisch Trump‘scher Theatralik Weltgeschichte schreiben. Erst lud er Nordkoreas Führer Kim Jong Un per Twitter zum Plausch an der innerkoreanischen Grenze ein. Dann betrat er sogar als erstes amerikanisches Staatsoberhaupt nordkoreanischen Boden.

Damit erhöhte Trump im Atompoker mit Nordkorea den Einsatz in seiner riskanten Wette, die ihm bisher nur Nieten eingebracht hat. Normalerweise stehen Gipfeltreffen am Ende von Verhandlungen und nicht am Beginn. Doch Trump hat nach zwei Gipfeltreffen dem Norden noch keine einzige Atomwaffe oder Langstreckenrakete abgerungen. Aber in diesem Fall sollte man nicht ausschließen, dass die Geschichte auf der Seite von Trump stehen wird. Der Grund ist nicht seine fragwürdige Taktik, den Diktator zu seinem dicksten Freund zu machen. Aber es könnte sich auszahlen, den Diktator vom Paria zum Staatsmann aufzuwerten.

Kim ist nun auf Trump zugekommen. Und Trump hätte sein Spiel nicht mitgespielt, wenn der Diktator sein Angebot vom Februar nicht nachgebessert hätte. Immerhin sollen die Verhandlungen jetzt wieder weitergehen. Und das ist ein Fortschritt, wenn Trump denn weiß, was er eigentlich erreichen will.

Aber ein wichtiger Punkt dabei könnte die Symbolik des Treffpunkts spielen. Das Duo traf sich im gemeinsamen Grenzort Panmunjom, in dem 1953 der Waffenstillstand im blutigen Korea-Krieg ausgehandelt wurde. Und Symbole können gerade in einer Gesellschaft wie der von Symbolen durchdrungenen Diktatur Kraft entfalten.

Damit verschafft Trump vielleicht Kim daheim die Möglichkeit, gegen seine Hardliner stärkere Konzessionen durchzusetzen. Denn gleichzeitig deutete Trump an, dass er sich nun auf eine schrittweise Lösung des Problems einlassen will, bei der überprüfbare Abrüstungsschritte des Nordens mit Sanktionserleichterungen belohnt werden.

Mehr: Tatsächlich könnte das Treffen von Donald Trump mit Nordkoreas Machthaber zu mehr führen als nur schönen Bildern: Denn der US-Präsident hatte offenbar ein Angebot für Kim dabei.

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