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Kommentar Trump hat den Ausstieg aus dem Atomabkommen nicht zu Ende gedacht

US-Präsident Trump will den Iran mit maximalem Druck an den Verhandlungstisch zwingen. Doch das Regime bewegt sich bisher nicht – und lässt die USA so zunehmend planlos wirken.
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Ein Krieg mit dem Iran wäre auch bei Trumps Anhängern äußerst unbeliebt. Quelle: AP
Donald Trump

Ein Krieg mit dem Iran wäre auch bei Trumps Anhängern äußerst unbeliebt.

(Foto: AP)

Spätestens jetzt zeigen sich im Machtkampf mit dem Iran die Grenzen von Donald Trumps Außenpolitik. Die US-Regierung wirbt bislang vergeblich um eine internationale Kooperation, um die mutmaßlichen iranischen Attacken auf Tankschiffe in den Griff zu kriegen.

Teheran kündigt derweil an, dass es binnen zehn Tagen die im Atomabkommen von 2015 festgelegten Grenzen für angereichertes Uran überschreiten werde. Wieder einmal will Washington zur Abschreckung zusätzliche Soldaten in die Region schicken.

Die US-Sanktionspolitik ist zwar effektiv, denn wirtschaftlich ist der Iran isoliert und geschwächt. Doch Trump wollte das Land mit maximalem Druck an den Verhandlungstisch zwingen. Und dazu scheint das Regime nicht bereit. Die USA wirken in dieser explosiven Gemengelage zunehmend planlos.

Ja, die USA haben reichlich Kapazitäten für weitere Truppen im Iran-Konflikt, dafür hat Trump mit der Aufstockung des Militärbudgets gesorgt. Doch auch ein paar Tausend Soldaten mehr dürften nichts daran ändern, dass Teheran auf jeglichen Druck mit neuen Provokationen reagiert, anstatt willig zu verhandeln.

Trump weiß, dass ein neuer Krieg im Jahr vor der US-Präsidentschaftswahl bei seinen Anhängern unpopulär wäre. Und selbst ein einmaliger, gezielter Militärschlag birgt enorme Risiken der Eskalation. Gibt es also überhaupt noch Optionen für den US-Präsidenten?

Wünschenswert wäre ein internationaler Ansatz, der den Öltransport sichert und diplomatische Grundlagen für Gespräche legt. Doch dürften sich nur wenige Verbündete in solch eine Konfrontation mit dem Iran ziehen lassen. Wie schon im Handelskrieg, der viel länger anhält, als es Trump zu Beginn versprach, scheint der Präsident keinen langfristigen Plan zu haben.

Parallel wächst mit jedem Tag das Risiko, dass der Konflikt außer Kontrolle gerät – wenn auch nur durch eine Fehlkalkulation oder ein Missverständnis.

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