Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar Trump twittert endlich mal das Richtige

Donald Trump wird für seine Politik via Social Media oft kritisiert. Jetzt scheint sie wirklich mal sinnvoll zu wirken.
05.04.2020 - 17:53 Uhr Kommentieren
Die Twitter-Wut des amerikanischen Präsidenten hat tatsächlich etwas sinnvolles bewirkt. Quelle: AP
Donald Trump

Die Twitter-Wut des amerikanischen Präsidenten hat tatsächlich etwas sinnvolles bewirkt.

(Foto: AP)

Berlin Spiel und Satz hat Donald Trump schon gewonnen, um es in der Tennissprache zu sagen. Ob es auch noch ein Sieg wird, wird diese Woche bereits klar werden. Während weltweit der US-Präsident für seine ruppige Twitter-Diplomatie geschmäht wird, könnte er nun Wesentliches damit erreicht haben. Denn seine Drohung mit Strafzöllen auf Importöl sowie die Verkündung seines Treffens mit Topmanagern der US-Ölindustrie – wie üblich erst über diesen Kanal veröffentlicht – hat den Ölpreis stark zulegen lassen.

Und die mächtigsten Spieler auf dem globalen Ölmarkt haben bereits etwas eingelenkt: Russlands Präsident Wladimir Putin hat gleich danach Trumps Forderung, den weltweiten Ölausstoß deutlich runterzufahren, zugestimmt. Saudi Aramco – der weltgrößte Ölkonzern – hat am Sonntag die Festsetzung seines neuen Preises für saudisches Rohöl verschoben. Auf die Zeit nach der jetzt für Donnerstag geplanten Telefonkonferenz der Staaten des Ölkartells Opec mit anderen großen Produzentenländern wie Russland.

Trump hat mit seiner Drohung also erreicht, dass die verfeindeten Staaten wieder verhandeln. Und dass Putin den ersten Schritt auf das mächtige Königreich zu gemacht hat und Riad jetzt auch einlenken und seinen Ölpreiskrieg beenden kann. Während Trump der US-Ölindustrie, die beim aktuellen Preisniveau nicht mehr rentabel Öl fördern kann, Milliardenhilfen verspricht, droht er weiter mit Strafzöllen gegen andere Produzenten, sollte es zu keiner Einigung kommen. So hält er den Druck aufrecht. Offen lässt der US-Präsident aber, ob auch die amerikanischen Förderer bereit sind, ihre Produktion abzusenken.

Denn eines ist klar: Die Kürzungen, die für die Beratungen am Donnerstag ventiliert werden, sind mit zehn bis 15 Millionen Barrel täglich deutlich geringer als der wegen der Coronakrise verursachte Rückgang der Ölnachfrage. Diesen hat Goldman Sachs auf 26 Millionen Fass errechnet – das ist ein Einbruch um ein Viertel. Und das Maßnahmenpaket ist entsprechend noch deutlich zu klein.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Mehr: Warum der Ölpreisverfall der US-Wirtschaft besonders zusetzt.

    Startseite
    Mehr zu: Kommentar - Trump twittert endlich mal das Richtige
    0 Kommentare zu "Kommentar: Trump twittert endlich mal das Richtige "

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%