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Kommentar Trump und Grönland: Auf diesem Niveau wird normalerweise in Krabbelgruppen um sich geschlagen

Trump sagt einen Staatsbesuch ab, weil die dänische Regierung ihm Grönland nicht verkaufen will. Man will sich nicht vorstellen, was als Nächstes droht.
4 Kommentare

Trump lässt Besuch in Dänemark wegen Grönland-Abfuhr platzen

Normalerweise kommentieren wir beim Handelsblatt die wirklich wichtigen News: Konjunkturaussichten, Jahresbilanzen, Arbeitsmarktzahlen. Auf keinen Fall die durchgeknallten Ideen von verhaltensauffälligen Herren im Rentenalter. Das galt jedenfalls, bis Donald Trump kam.

Aber sogar bei ihm konnte man das Gerücht, er wolle Grönland kaufen, anfangs nur für einen Scherz halten. Er fand die Idee offenbar selbst lustig, denn er postete auf Twitter zunächst die Fotomontage eines klotzigen Trump-Towers zwischen nordischen Strandbutzen, versehen mit der Bemerkung: „Ich verspreche, dass ich das nicht mit Grönland machen werde.“ Damit war dann aber auch Schluss mit lustig.

Nachdem die für das autonome Grönland zuständige dänische Premierministerin Mette Frederiksen ihrer Hoffnung Ausdruck verlieh, dass Trumps Kaufidee „nicht ernst gemeint ist“, zeigte sich der Amerikaner nun schwerstens beleidigt. Wenn sie nicht über Grönland sprechen wolle, brauche er auch nicht – wie eigentlich geplant – zum Staatsbesuch nach Kopenhagen zu kommen.

Auf diesem Niveau wird normalerweise in Krabbelgruppen um sich geschlagen. Und wenn es noch eines Beweises bedurfte, dass die US-Außenpolitik mittlerweile selbst die Konfliktlösungsmechanismen von Kitas in sozialen Brennpunktvierteln unterbietet, wäre er mit dem Grönland-Streit erbracht.

Andererseits will man sich nicht vorstellen, was als Nächstes droht: Schickt Trump seine Navy an die Küste der Insel? Fängt er einen Handelskrieg mit ihren 56.000 Bewohnern an? Und wozu überhaupt?

Vielleicht wollte er Grönland in ein Profi-Golf-Resort verwandeln. Oder er hatte vor, das Weltklima so weit aufzuheizen, dass die nordischen Gletscher noch schneller schmelzen und ihre bislang verborgenen Rohstoffe freigeben. Selbst das will man ja mittlerweile nicht mehr ausschließen, wenn man Volten und Wahnsinn dieses US-Präsidenten verfolgt.

Was soll da noch kommen? Eines ist sicher: der nächste Tweet.

Mehr: Weil der Verkauf Grönlands für Dänemark außer Frage steht, hat Donald Trump das geplante Treffen kurzerhand abgesagt. Premierministerin Frederiksen bekräftigt ihr Nein.

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4 Kommentare zu "Kommentar: Trump und Grönland: Auf diesem Niveau wird normalerweise in Krabbelgruppen um sich geschlagen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • - Fortsetzung -

    Eine Sonderrolle nehmen die USA unter Donald Trump ein, wo man in bester Wadlbeißer-Manier alles tut, um sich schon heute bei dessen herbeigesehnten Nachfolgern lieb Kind zu machen."
    https://www.smartinvestor.de/blog/2019/05/31/loecher-in-der-matrix-vor-der-eigenen-tuer/

  • Als Anarchist im Herzen kann ich mich sowieso nur über die Kommentare von (Hardcore-)Etatisten hier amüsieren: die "Trump-Hasser" wollen halt lieber von "Linken" respektive "Linksgrünen" beherrscht werden, aber sie wollen eben auch beherrscht werden und nicht FREI sein - ganz im Gegenteil. Weniger Staat und herrschaftliche Macht will von denen so gut wie Keiner.
    Ansonsten ist es allerdings schon interessant, dass es gerade in Asien (Südkorea, Japan) sehr viele Stimmen (auch in den Medien) gibt, die Trump sogar den Friedensnobelpreis verleihen wollen und ihn überhaupt sehr positiv sehen. Wie kommt das nur? Die Asiaten sind also wohl auch alle Deppen? ;-)
    Ich glaube auch kaum, dass es nur die Einheitspropaganda der Medien hier ist. Das hier geht der Sache schon etwas mehr auf den Grund:
    "Wenn es die deutsche Politik über die letzten Jahre in einer Sache zu einer gewissen Meisterschaft gebracht hat, dann ist es die Kunst des ungebetenen Ratschlags. Da wird angemahnt, getadelt und bewertet, was das Zeug hält – gerne auch jenseits der Grenzen des eigenen Zuständigkeitsbereichs. Ehedem, als zwischen innen und außen noch deutlicher unterschieden wurde, wäre die Oberlehrerhaftigkeit, mit der da andere Regierungen und ganze Länder gemaßregelt werden, schlicht als Einmischung in die inneren Angelegenheiten verurteilt worden. (...)
    Richtig getreten wird nur nach Staaten und Regierungen, deren Politik man erstens so gar nicht leiden kann, denen man sich – aus welchen Gründen auch immer – irgendwie überlegen glaubt und die ihrerseits viel zu zivilisiert sind, um auf solches Verbalrabaukentum zu reagieren. Entsprechend kündigte man auch schon mal eine imaginäre Kavallerie in Richtung Schweiz an. Das Polen- und Ungarn-Bashing scheint in Berlin seit einigen Jahren ohnehin zum „guten Ton“ zu gehören, während man gegenüber Ländern wie China, Saudi-Arabien oder dem Iran nur nahezu unhörbar leise Töne haucht.

  • Trump? Find ich gut. Endlich wird Politik mal richtig lustig. Und überhaupt. Schließlich haben die USA 1803 von Napoleon den riesigen Louisiana Distrikt für ein paar schlappe Milloionen Dollar gekauft und etwas später von den Russen Alaska. Man kann es doch mal probieren, oder nicht?
    Was mir inzwischen auf den Zeiger geht, ist zu glauben, Politik sei ein ernsthaftes Geschäft. Das Gegenteil ist der Fall. Trump lüftet nur ein wenig den Schleier, darunter lauert das große Gelächter!

  • @ Jürgen Popp

    man darf der verliebteste Trump-Jünger sein und wirklich jeden Dünnschiss des lieben Donald für warme Schokolade halten, aber bei dieser Posse noch reflexartig die Presse anmaulen und dort die Unterstellung verbreiten..."..Alles Linke.." und und und... ne sorry.
    Es gibt auch für Trump Trolle doch eine Grenze, an der man einfach mal nichts sagt und die Sache auf sich beruhen läßt.. gelle?

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