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Kommentar Trumps Besuch in Indien war kein Reinfall

Die Indien-Reise von US-Präsident Donald Trump wurde von Oberflächlichkeiten überschattet. Doch trotz wenigen konkreten Ergebnissen war der Besuch wichtig.
25.02.2020 - 18:43 Uhr Kommentieren
Der Besuch brachte wenig Fortschritte. Quelle: dpa
Donald Trump und Narendra Modi

Der Besuch brachte wenig Fortschritte.

(Foto: dpa)

Es wäre leicht, Donald Trumps Besuch in Indien als substanzlose Show abzutun: Gastgeber Narendra Modi hat schließlich sein Möglichstes getan, um dem US-Präsidenten einen 36-Stunden-Trip zu bescheren, bei dem die Unterhaltung im Vordergrund stand: Tänzer und Trommler begrüßten ihn am Flughafen, Sänger begleiteten seinen Fahrzeugkonvoi am Straßenrand, und das weltgrößte Cricket-Stadion empfing ihn mit dem Lied „Macho Man“, bevor Trump rechtzeitig zum Sonnenuntergang am Taj Mahal vorbeischaute.

Gleichzeitig gab es angesichts des Handelskonflikts zwischen Indien und den USA keine wirklich konkreten Fortschritte – nur Trumps vage Hoffnung, dass ein umfassender Handelsdeal schon noch kommen werde. Doch trotz des fehlenden Durchbruchs bei wichtigen Streitfragen war Trumps Indien-Besuch alles andere als ein Reinfall.

Atmosphärisch ist die Beziehungspflege zwischen den zwei größten Demokratien der Welt klar geglückt – natürlich auch, weil Modi wusste, wie sehr Trump für Schmeicheleien empfänglich ist. Aber auch jenseits der Oberflächlichkeiten hat der US-Präsident verstanden, dass eine strategische Zusammenarbeit mit dem bald bevölkerungsreichsten Land der Welt wichtiger ist als das Gezerre um Zollsätze für amerikanische Äpfel und Motorräder.

Mit seiner Entscheidung, dem Freihandelspakt TPP mit wichtigen asiatischen Volkswirtschaften nicht beizutreten, hatte Trump zuvor US-Einfluss in der Region ohne Not aufgegeben – ein schwerer strategischer Fehler, der vor allem China half. Der neue Fokus auf Indien hilft den Amerikanern nun, wieder Boden gutzumachen.

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    Zwar hat Indien keine Lust, sich nur als Gegengewicht zu China instrumentalisieren zu lassen. Das Land verfolgt seine eigene Agenda – und wünscht sich etwa auch mehr Einsatz Russlands. Doch die Aufmerksamkeit aus Washington kommt in Neu-Delhi gut an. Dass sich Trump in den vergangenen acht Monaten gleich fünf Mal mit ihm traf, weiß Modi zu schätzen.

    Mehr: Der US-Präsident und Indiens Premier versuchen sich an einer Neuordnung der schwierigen Beziehungen. Doch Spektakel statt Substanz dominiert den Gipfel.

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