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Kommentar Trumps Rassismus-Eklat zeigt: Die Republikaner haben kein Rückgrat

Donald Trump geht mit rassistischen Äußerungen auf Stimmenfang. Die Republikaner weichen dem Präsidenten aus – und verraten ihre Prinzipien.
29.07.2019 - 19:01 Uhr Kommentieren
Der US-Präsident hat mehrere Kongressabgeordnete rassistisch beleidigt. Quelle: dpa
Donald Trump

Der US-Präsident hat mehrere Kongressabgeordnete rassistisch beleidigt.

(Foto: dpa)

Selbst für Donald Trumps Verhältnisse, der seine Wut an allen möglichen Personen auslässt, sind die jüngsten Attacken ungewöhnlich. Seit Wochen geht er Kongressabgeordnete mit dunkler Hautfarbe aggressiv an. Zuerst rief er vier Politikerinnen dazu auf, „in ihre Verbrecherländer“ zurückzukehren. Jetzt warf er dem afroamerikanischen Abgeordneten Elijah Cummings vor, dessen Wahlkreis in Baltimore sei ein „widerliches, von Ratten befallenes Drecksloch“.

Das sind keine Ausrutscher, Trumps Stimmenfang mit rassistischen Ressentiments hat System – und seine Partei lässt ihn gewähren. Unter prominenten Republikanern gibt es so gut wie keinen Widerstand. Einst beschworen sie einen „neuen Konservatismus“, der angesichts einer vielfältigen Bevölkerungsstruktur inklusiver werden müsse. Die Tür dafür haben die Republikaner durch ihr Schweigen zugeschlagen, sie wird über Jahrzehnte verschlossen bleiben.

Das kollektive Klappehalten liegt mitnichten nur an der Sommerpause in Washington. Im Jahr vor den US-Präsidentschaftswahlen ist jedes konzertierte Manöver der Spaltung riskant und könnte die Demokraten, die sich als weltoffene Gegenspieler inszenieren, einen und stärken. Streng genommen haben die Republikaner ihre Chance zur Revolte verspielt, seit sie Trump zum Präsidentschaftskandidaten nominierten. Die Partei hat die Radikalisierung hingenommen, als Trump den nationalen Notstand ausrief und sich als Nationalist feiern ließ.

Die Republikaner haben sich ohne Rückgrat auf den Trump-Kurs eingelassen, der moderate Wähler kaum noch mitnimmt und die Kernbasis umso mehr anstachelt. Die Partei hofft auf eine Fortsetzung der Macht nach 2020 und auf hauchdünne Siege in einer Handvoll Bundesstaaten. Dass Trumps Stimmenfang zumindest teilweise funktioniert, zeigen Umfragen, in denen republikanische Anhänger Trumps Aussagen befürworten. Strategisch mag diese Haltung nachvollziehbar sein. Moralisch integer oder nachhaltig ist sie nicht.

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