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Kommentar Trumps Zweifel am TikTok-Oracle-Deal sind gerechtfertigt

Donald Trump hat recht. Wenn die Amerikaner nicht die Mehrheit an der US-Tochter von Tiktok erhalten, sollte er nicht über einen Verkauf nachdenken.
17.09.2020 - 19:23 Uhr 1 Kommentar
Der Präsident will, dass amerikanische Investoren eine klare Mehrheit halten. Und damit hat er recht. Quelle: Bloomberg
Donald Trump

Der Präsident will, dass amerikanische Investoren eine klare Mehrheit halten. Und damit hat er recht.

(Foto: Bloomberg)

US-Präsident Donald Trump hat wieder einmal für eine Überraschung gesorgt: Vier Tage vor Auslaufen des Ultimatums hat er dem schon sicher geglaubten Einstieg von Oracle in das US-Geschäft des chinesischen Kurz-Video-Dienstes Tiktok doch nicht zugestimmt. Der Grund: Er will, dass amerikanische Investoren eine klare Mehrheit halten. Und damit hat er recht.

Wenn das Ziel des Verkaufs und der Abspaltung von Tiktok USA darin liegt, die vor allem bei jungen Menschen beliebte App aus der chinesischen Kontrolle zu lösen, dann darf die chinesische Mutter Bytedance nicht die Mehrheit haben.

Es wäre naiv zu glauben, dass es reicht, wenn die chinesischen Besitzer schwören, dass sie die US-Daten nicht weitergeben. Das erinnert an die Versprechen von Huawei in Europa, die ebenso unglaubwürdig waren. Auch wenn es heute vielleicht keine Schlupflöcher gibt, können morgen per Software-Update ganz schnell neue entstehen.

Wenn es Trump ernst meint, die US-Nutzerdaten vor chinesischem Zugriff zu schützen, dann muss er das US-Geschäft komplett abspalten und in amerikanische Hände übertragen. Sonst kann er es auch gleich lassen.

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    Man mag darüber diskutieren, ob der Tiktok-Verkauf oder Teilverkauf nur eine politische Farce ist und ob Trump das Ganze nur macht, um sich als Bekämpfer der bösen Chinesen darzustellen, die das Coronavirus gebracht und den Amerikanern ihre Jobs weggenommen haben. Auch die Tatsache, dass nach wochenlangen Verhandlungen mit Microsoft dann doch ausgerechnet das Unternehmen Oracle des Trump-Unterstützers Larry Ellison zum Zug zu kommen scheint, hat einen gewissen Nebengeschmack.

    Aber Sorgen über ausländischen Zugriff auf sensible Daten im Internet – Tiktok könnte wie in der Heimat seinen eigenen E-Commerce anbringen – sind durchaus erlaubt, insbesondere wenn es um China geht.

    Die USA sind in der beneidenswerten Position, im eigenen Land gleich mehrere Anbieter zu haben, die dort kompetent einspringen können. „America First“ macht in diesem Fall Sinn.   

    Mehr: Trump gegen Chinas Mehrheitsbeteiligung an Tiktok.

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    1 Kommentar zu "Kommentar: Trumps Zweifel am TikTok-Oracle-Deal sind gerechtfertigt"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Seltsamer Artikel für's Handelsblatt - ein merkwürdiges Verständnis für wirtschaftsgetriebene Manöver, die i.d.R. immer mit nationalen Sicherheitsinteressen begründet werden. Wir haben uns schon so sehr an die grotesken Marotten des Herrn T gewöhnt, dass wir schon selbst holzschnittartig die Welt in Freund & Feind zerlegen.

      Dieser Philosophie folgend ist nun hierzulande unbedingt angeraten, die 'deutschen Teile' von Facebook, Google & Amazon abzuspalten & unter deutsche Herrschaft zu stellen - da nicht gesichert ist, was mit den 'deutschen Daten' - womöglich unbeobachtet - in die USA transferiert werden....

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