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Kommentar Ubers Börsengang ist eine riskante Wette

Der Fahrdienstvermittler will unbedingt aufs Parkett. Doch die hohen Verluste und das stagnierende Kerngeschäft sind kein gutes Vorzeichen.
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IPO von Uber und Slack – darauf müssen sich Anleger einstellen

Der Hype um die Einhörner aus dem Silicon Valley, er ist schnell abgekühlt. Auf der Roadshow im März hat der Fahrdienstanbieter Lyft noch die Investoren begeistert. Die Aktien waren innerhalb von 24 Stunden überzeichnet, der Emissionspreis wurde angehoben.

Dass Lyft noch jahrelang Verluste schreiben wird, schien damals noch nicht so wichtig. Nach dem verpatzten Börsengang (die Aktie hat seit dem Handelsstart vor vier Wochen ein Viertel ihres Werts verloren) hat sich die Stimmung jedoch gedreht. Uber, der größte Fahrdienstvermittler der Welt, tut daher gut daran, seine Bewertung vor dem Mega-Börsengang im Mai nach unten zu korrigieren.

Bis zu neun Milliarden Dollar will Uber einsammeln. Die Bewertung von 91,5 Milliarden Dollar liegt unter der 100-Milliarden-Dollar-Marke, die noch im März im Raum stand und deutlich unter den 120 Milliarden Dollar, auf die noch im vergangenen Jahr spekuliert wurde.

Jetzt tiefer zu stapeln ist der richtige Schritt für Uber und für die anderen milliardenschweren Start-ups aus dem Silicon Valley, die ebenfalls an die Börse wollen. Auch unter der niedrigeren Bewertung ist Uber immer noch der größte Börsengang seit Facebook vor sieben Jahren und der größte in diesem Jahr. Sollte auch dieser floppen, wäre das Image der innovativen Technologiefirmen schwer beschädigt.

Die Einhörner und die Risikokapitalgeber, die sie über Jahre finanzierten, haben den Appetit der Anleger offenbar falsch eingeschätzt. Es reicht heute nicht mehr, den künftigen Aktionären Schlagworte wie „Disruption“, „Sharing-Economy“ und „radikale Innovation“ wie Sternenstaub in die Augen zu streuen.

Die bei der Börsenaufsicht eingereichten Unterlagen zeigen: Uber wird noch lange Verluste machen. Außerdem stagniert die Entwicklung im Kerngeschäft mit Taxi-Fahrten. Das sind keine guten Vorzeichen. Anleger müssen zum Börsengang nicht zwingend Gewinne sehen, doch zumindest den Weg zu einem funktionierenden Geschäftsmodell.

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