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Kommentar Übernahmen können auch dann sinnvoll sein, wenn sie teuer sind

Viele Zukäufe gelten derzeit als zu teuer. Ob das wirklich so ist, wird sich erst in einigen Jahren zeigen. Übernahmen haben allerdings trotzdem einen entscheidenden Vorteil.
01.10.2020 - 15:45 Uhr Kommentieren
Der aktuelle Zukauf des Kunststoffkonzerns kam bei den Anlegern nicht gut an. Quelle: dpa
Covestro Zentrale in Leverkusen

Der aktuelle Zukauf des Kunststoffkonzerns kam bei den Anlegern nicht gut an.

(Foto: dpa)

Es ist ein riesiger Zukauf: Der Kunststoffkonzern Covestro gab am Mittwoch die Übernahme der Sparte nachhaltige Spezialharze vom niederländischen Spezialchemiekonzerns Royal DSM bekannt. Mehr als 1,6 Milliarden Euro lässt man sich das bei Covestro kosten. Das Urteil der Börse lautete aber unmissverständlich: zu teuer! Die Covestro-Aktie lag teilweise acht Prozent im Minus.

Es ist ein Phänomen der vergangenen Wochen, dass die Aktionäre all das kritisch hinterfragen, was aus Unternehmenssicht als mutige und strategisch wichtige Entscheidung betrachtet wird. Teure Zukäufe gehören da ebenso dazu wie Börsengänge. Stets ist es den Anlegern eine Nummer kleiner lieber.

Die Aussage dahinter ist vielschichtig. Im Kern geht es aber um Unsicherheit und die Frage, ob bei einer Fortdauer der Coronakrise so mancher Übernahmekandidat in einigen Monaten sehr viel günstiger zu haben wäre. Als Beispiel dafür dient vielen die Finanzkrise vor mehr als einem Jahrzehnt. Auch damals gab es quer über alle Branchen Zukäufe, die sich im Nachhinein als zu teuer herausstellten.

Ob sich Parallelen zur jetzigen Krise ziehen lassen, wird entscheidend davon abhängen, wie schnell die Wirtschaft wieder Fahrt aufnehmen wird. Weil die Meinungen der Experten hier weit auseinander gehen, ist eine Prognose kaum möglich. Ein Abwägen von Szenarien ist jedoch erlaubt.

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    Natürlich ist bei einem Fortschreiten der Coronakrise die Gefahr groß, dass zum jetzigen Zeitpunkt zu teuer eingekauft wird. Andererseits gehen die guten Gelegenheiten wie überall zuerst weg.

    Der Erfolg zeigt sich erst nach Jahren

    Wer sich zu einem späteren Zeitpunkt zum Kauf entschließt, muss auch mit dem leben, was andere zuvor übrigließen. Eine Übernahme jetzt hat auch den Vorteil, dass die Zusammenarbeit bereits frühzeitig eingeleitet werden kann, ehe in einem möglichen späteren Krisenszenario eher die Sanierung im Vordergrund stünde.

    Ob ein teurer Zukauf zum Erfolg wird, lässt sich ohnehin erst in einigen Jahren sagen. Wenn die Integration abgeschlossen ist und die Abläufe ineinandergreifen, wird man erst erkennen, ob das einst investierte Geld sinnvoll angelegt war oder nicht. Bis dahin bleibt alles Spekulation.

    Mehr: Schlechte Laune an der Börse: Corona-Gewinner verlieren, Corona-Verlierer gewinnen.

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