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Kommentar Unfreiwillige Hilfe der Opposition: Boris Johnson hat keinen Gegner

Auch drei Jahre nach dem Brexit-Referendum positioniert sich Oppositionschef Corbyn noch immer nicht. So kann niemand von Johnsons Schwäche profitieren.
18.09.2019 - 16:13 Uhr Kommentieren
Der Oppositionsführer ist auf dem besten Weg, seine Partei aufzuspalten. Quelle: AFP
Jeremy Corbyn

Der Oppositionsführer ist auf dem besten Weg, seine Partei aufzuspalten.

(Foto: AFP)

Es ist die eine Frage, auf die eigentlich jeder Brite eine Antwort hat: Soll Großbritannien raus aus der Europäischen Union (EU) oder nicht? Nur einer hält sich in der Diskussion bedeckt – und zwar ausgerechnet derjenige, von dem man eine klare Meinung erwartet: Jeremy Corbyn, Chef der größten Oppositionspartei Labour.

Während die Hau-drauf-Strategie von Regierungschef Boris Johnson das Volk spaltet und damit zumindest einen Teil der Wählerschaft anspricht, lässt Corbyn die Briten rätseln: Wofür steht er? Welchen Kurs schlägt die Partei unter seiner Führung ein? Sein jüngstes Statement sollte wohl Fakten schaffen, doch das Gegenteil war der Fall.

Wenn er an die Macht komme, werde er einen neuen, „vernünftigen“ Brexit-Deal aushandeln, verkündete Corbyn. Dieser müsse eine neue Zollunion mit der EU vorsehen, eine enge Anbindung an den Binnenmarkt, Garantien für Arbeitnehmerrechte und für die Umwelt. Der Deal soll dann der Bevölkerung in einem zweiten Referendum präsentiert werden, mit der Alternative eines Verbleibs in der EU. Er selbst will umsetzen, wofür auch immer die Briten stimmen.

Eine klare Positionierung ist das nicht, und so schwinden die Chancen auf einen Wahlsieg von Labour weiter. Corbyn verprellt schließlich diejenigen Briten, die traditionell Labour wählen, aber den Brexit wollen. Zugleich verärgert er auch die Wähler, die wollen, dass Labour sich entschlossen für den Verbleib in der EU einsetzt.

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    Dazu kommt: Auch angesehene Parteimitglieder fordern eine klare Festlegung gegen den Brexit. Auf dem bevorstehenden Parteitag wird es zum Streit kommen, was den Eindruck verstärken wird, dass unklar ist, welchen Kurs Labour einschlagen will.

    „Teile und herrsche“ war ein Leitspruch römischer Feldherren – die damit aber nicht ihre eigenen Truppen meinten. Corbyn ist jedoch auf dem besten Weg, seine eigene Partei und Anhänger aufzuspalten. Statt der gefährlichste Gegner von Premier Johnson zu sein, ist Corbyn sein bester Verbündeter.

    Mehr: Verfolgen Sie die neuesten Entwicklungen zum Brexit in unserem Newsblog.

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