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Kommentar Unter Maklern fehlt es an Wettbewerb

Beim Erwerb von Wohneigentum muss die Politik die Makler und viele weitere Aspekte in den Blick nehmen.
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Wohnraum ist ein teures Gut – und Makler in Ballungsgebieten sind häufig die einzige Möglichkeit, um an ihn heranzukommen. Quelle: dpa
Wohnungsbesichtigung

Wohnraum ist ein teures Gut – und Makler in Ballungsgebieten sind häufig die einzige Möglichkeit, um an ihn heranzukommen.

(Foto: dpa)

Dass Häuser und Wohnungen in Ballungsräumen für junge Familien oder Durchschnittsverdiener kaum noch zu finanzieren sind – wer will das bestreiten: Die Preise steigen und steigen, dazu kommen hohe Erwerbsnebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notargebühren und Grundbuch- kosten. Zuweilen schlägt noch eine saftige Maklercourtage zu Buche.

Der Immobilienmarkt ist ein großes politisches Problem geworden. Und es ist gut, dass die Politik das zumindest erkannt hat.

Davon zeugen die aktuellen Gesetzentwürfe von Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) und den Grünen. Dass dabei allein die Maklerkosten als Preistreiber im Fokus stehen, greift allerdings zu kurz.

Natürlich hat das propagierte „Bestellerprinzip“ Charme. Dann würde gelten: Wer einen Makler beauftragt, muss für die entstandenen Kosten aufkommen. In der Tat lässt sich in Ballungszentren mit knappem Angebot ein Marktversagen feststellen: Verkäufer nehmen hier Maklerdienste in Anspruch, die Kosten dafür wälzen sie aber auf den Käufer ab. Der kann sich dagegen nicht wehren, will er zum Zuge kommen.

Die Verkäufer müssen sich nicht einmal die Mühe machen, Maklerkosten herunterzuhandeln, die eigentlich frei festgelegt werden können. Dabei geht es nicht um Kleckerbeträge: Bei einem Kaufpreis von 500.000 Euro kann der Makler durchaus mehr als 35.000 Euro kassieren. Hier wäre echter Wettbewerb unter Maklern wünschenswert.

Allerdings würde ein Berlin-München-Frankfurt-Gesetz auf die gesamte Republik ausgerollt. Denn in vielen Regionen herrscht bei niedrigen Preisen ein Käufermarkt.

Es wäre darum lohnend, auch den zweitgrößten Kostenblock bei den Nebenkosten in den Blick zu nehmen: die Grunderwerbsteuer. Sie wurde in den vergangenen Jahren mehrfach angehoben. Warum also nicht absenken oder Freibeträge für Familien schaffen? Das müssten die Länder schultern, für Käufer wäre es aber effektiv.

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