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Kommentar Unter Trump passiert beim Klimaschutz garantiert nichts

Donald Trump entdeckt sein Umweltbewusstsein – aber leider nur aus Wahlkampfkalkül. Der US-Präsident beweist wieder einmal wenig Weitblick.
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Der US-Präsident hat fast 100 Umweltvorschriften aus der Zeit seines Vorgängers rückgängig gemacht. Quelle: AP
Donald Trump

Der US-Präsident hat fast 100 Umweltvorschriften aus der Zeit seines Vorgängers rückgängig gemacht.

(Foto: AP)

Donald Trump sagt, dass er die Landschaften der USA schätzt. Das will man ihm glauben. Wenn er von Luft und Wasser schwärmt, hat das viel mit Stolz auf die natürliche Pracht zu tun, die jährlich Millionen Touristen anzieht. Neuerdings rückt er den Umweltschutz in den Mittelpunkt. Aber in der Realität trägt seine Regierung dazu bei, Wälder, Wiesen und Küsten zu zerstören.

Knapp hundert Umweltvorschriften aus der Zeit von US-Präsident Barack Obama machte Trump rückgängig, seine Umweltbehörde will nationale CO2-Standards für Kohlekraft und Fahrzeuge lockern. Trumps Bürokratieabbau führt zwar dazu, dass Bundesmittel schnell in bedrohten Gebieten ankommen – doch das kann den Rest seiner Politik nicht ausgleichen.

Unter seiner Führung ignorieren die USA die Erderwärmung, schmelzendes Polareis, die Hitzerekorde dieses Sommers. Nach den Fluten im Mittleren Westen half Trump mit Geld, doch für die Ursachen ist er blind. Alles andere würde nicht zusammenpassen mit seinem klimafeindlichen Kurs und seinem Versprechen, Kohle zu erhalten.

Umweltschutz ist nicht dasselbe wie Klimaschutz, auch Wetterphänomene hängen nicht zwingend mit dem Klimawandel zusammen, aber Trump schiebt Schnittmengen und wissenschaftlichen Konsens beiseite. Eine Kehrtwende ist Trumps zur Schau gestelltes Umweltbewusstsein deshalb nicht.

Nur ein Kalkül: Er will sich als Hüter des Landes darstellen und die Demokraten als Wachstumsfeinde, die den Amerikanern ihre Rindfleisch-Burger wegnehmen wollen. Tatsächlich kann keine grüne Revolution funktionieren, ohne dass die Wirtschaft mitzieht. Doch wieder einmal beweist Trump wenig Weitblick.

Die USA sind nicht isoliert vom Klimawandel, Trump kann seine Nation nicht abschirmen, wie er es beim Handel mit Strafzöllen versucht. Krankt der Planet, krankt sein Land. Die USA hätten die Chance, klimafreundliche Innovationen voranzutreiben. Doch das passiert unter Trump garantiert nicht.

Mehr: Die G20-Staaten einigen sich in gemeinsamer Abschlusserklärung auf Klima-Kompromiss.

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