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Kommentar Unternehmen müssen bei Digitalisierung kräftig aussieben

Im Boom war viel Geld für Digitalprojekte da. Im Abschwung sollten Unternehmen weiter in Zukunftsthemen investieren – aber gezielter als bisher.
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Der Boom der Beratungen wurde und wird vor allem von der digitalen Transformation getragen. Quelle: dpa
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Der Boom der Beratungen wurde und wird vor allem von der digitalen Transformation getragen.

(Foto: dpa)

Es zeichnet sich ab, dass die goldenen Jahre im Beratungsgeschäft zu Ende gehen. Seit beinahe acht Jahren boomt die Branche, vor allem in den zurückliegenden drei Jahren war das Wachstum bei fast allen Anbietern außerordentlich.

Eine Normalisierung kann für viele Beratungsunternehmen nur von Vorteil sein. Denn dauerhaft zweistelliges Wachstum dürfte so manchen Anbieter im Consulting-Business vor Probleme stellen. Sei es, weil die Projekte in der Qualität nicht mehr gestemmt oder nicht genügend Talente angeworben werden können.

Nun aber sparen die Kunden bei den Beraterprojekten. Das ist ein typischer Reflex, weil in konjunkturell unsicheren Zeiten das Geld zusammengehalten werden muss. Doch dabei stecken die Unternehmen im Dilemma.

Der Boom der Beratungen wurde und wird vor allem von der digitalen Transformation getragen. Mit vollem konjunkturellem Rückenwind haben die Kunden in zahllose Digitalprojekte investiert und dafür die Expertise der Beratungen eingekauft. Jetzt müssen sie sparen und laufen Gefahr, diese Transformation abzuwürgen.

Das wäre ein Fehler, denn der Druck zur Digitalisierung der Geschäftsmodelle wird nicht abnehmen und sicherlich nicht von einer konjunkturellen Delle oder einem längeren Abschwung haltmachen. Allerdings können die Firmen auch nicht weiter nach dem Gießkannenprinzip verfahren, mal hier ein Start-up gründen, mal dort eine neue Digitaleinheit schaffen.

Der Abschwung ist deshalb ein guter Moment, um bei der Digitalisierung auszusieben und sich auf die vielversprechendsten Projekte zu fokussieren. Das zügellose Ausprobieren war in der Phase stetig steigender Umsätze und Gewinne sicherlich möglich. Nun aber beginnt die Zeit, in der die Unternehmen den geschäftlichen Erfolg bei der Digitalisierung sehen wollen, den sogenannten Impact. Das ist eine gesunde Entwicklung und kann den Unternehmen nur guttun.

Mehr: AT Kearney will Roland Berger, McKinsey und BCG im Sanierungsgeschäft Konkurrenz machen.

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