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Kommentar US-Unternehmen handeln in der Coronakrise verantwortungsvoller als die Regierung

Die Privatwirtschaft reagiert in der Coronakrise deutlich schneller als Washington. Das Weiße Haus sollte sich daran ein Beispiel nehmen.
03.07.2020 - 07:11 Uhr Kommentieren
Apple kündigte an, 30 Läden wieder zu schließen, die schon wieder aufgemacht hatten. Quelle: AFP
Temperaturmessung vor einem Apple Store in New York

Apple kündigte an, 30 Läden wieder zu schließen, die schon wieder aufgemacht hatten.

(Foto: AFP)

Die Reaktionen könnten unterschiedlicher kaum sein: Während US-Präsident Donald Trump trotz Corona-Rekordzahlen erneut verkündet, das Virus werde irgendwie verschwinden, greifen die Unternehmen zu drastischen Maßnahmen: Apple kündigte an, 30 Läden wieder zu schließen, die schon wieder aufgemacht hatten. Auch McDonald's legt seine Pläne auf Eis, weitere Filialen auch im Innenbereich zu öffnen.

Wieder einmal zeigen sich damit die US-Unternehmen verantwortungsvoller als die Politik. Schon zu Beginn der Pandemie hat die Privatwirtschaft deutlich schneller reagiert als Washington. Unternehmen schickten ihre Mitarbeiter bereits ins Homeoffice und verbaten ihnen den Umgang mit Rückkehrern aus China und Italien, als Trump noch von einer „Grippe“ sprach und es angeblich noch keine Fälle in den USA gab.  

Damit legen die Konzerne erneut ein Verhalten an den Tag, das sie schon beim Klimaschutz gezeigt haben: Auch nachdem Trump verkündet hat, aus dem Pariser Abkommen auszutreten, investierten Energie-Unternehmen weiter massiv in erneuerbare Energien. Der Präsident mag von der „schönen“ alten Kohle sprechen, um seine Wähler zu mobilisieren. Die Unternehmen sind längst schon weiter.

Dabei ist es keineswegs so, dass die US-Unternehmen moralisch überlegen wären und nur das Beste für die Welt und ihre Mitarbeiter im Sinn hätten. Sie wollen Umsatz und Gewinne machen. Im Fall von Klimaschutz wissen sie, dass die fossilen Energien endlich sind und sie sich mittel- und langfristig auf neue Zeiten einstellen müssen. Im Fall der Corona-Pandemie brauchen sie gesunde Mitarbeiter und gesunde Kunden, damit die Wirtschaft wirklich sicher wieder aufmachen kann.

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    Erst diese Woche hat Goldman Sachs vorgerechnet, dass die USA allein durch das Tragen von Masken einen Einbruch des Bruttoinlandsprodukts in Höhe von fünf Prozent verhindern könnten. Als Investmentbank hat Goldman Sachs nur den Profit im Sinn und keine politischen Ideologien. Auf sie sollte man hören. Corona-Schutzmaßnahmen sind Wirtschaftsschutzmaßnahmen. Unternehmen und Banker haben das längst verstanden. Vielleicht kommt es irgendwann auch noch im Weißen Haus an.

    Mehr: Trumps Medikamenten-Deal löst nicht das Corona-Problem der USA.

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