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Kommentar Value-Aktien steht keine Renaissance bevor

Günstig bewertete Aktien von zyklischen Unternehmen haben zwischenzeitlich aufgeholt. Doch das war wohl nur eine kurze Phase.
13.07.2020 - 17:10 Uhr Kommentieren
In den vergangenen zehn Jahren haben sich Growth-Aktien viermal besser entwickelt als Value-Werte. Quelle: imago/Ikon Images
Anzeigetafel mit Aktienkursen

In den vergangenen zehn Jahren haben sich Growth-Aktien viermal besser entwickelt als Value-Werte.

(Foto: imago/Ikon Images)

Value oder Growth? Beide Investmentstile haben viele Anhänger. Von Mitte Mai bis Anfang Juni wittern die Value-Fans wieder etwas Morgenluft, denn Value-Aktien entwickelten sich kurzfristig besser als Growth-Werte. Das ist schon wieder vorbei.

Value-Investoren setzen bekanntlich auf Unternehmen, deren Aktien unterbewertet sind. Ursprünglich ging es dabei vor allem um das Verhältnis vom Kurs zum Buchwert, also der Summe des Vermögens eines Unternehmens abzüglich Schulden. Ein Kurs-Buchwert-Verhältnis unter eins bedeutet, dass ein Unternehmen im Falle einer Liquidation sogar mehr Wert wäre als Anleger an der Börse dafür bezahlen.

Bekannt geworden ist diese Strategie vor allem durch den legendären US-Investor Warren Buffett. Inzwischen gelten auch Kurs-Gewinn- oder Kurs-Cashflow-Verhältnis als Indikatoren für Value-Aktien. Auch dabei gilt: Je niedriger das Verhältnis, desto günstiger ist die Aktie bewertet. Oft kommen die Value-Aktien aus zyklischen Branchen wie zum Beispiel der Automobilindustrie. Doch auch Telekommunikationsaktien gelten als typische Value-Titel.

Bei Growth-Aktien sind die Bewertungen allesamt höher, dafür wachsen die Umsätze der Unternehmen stark. Investoren hoffen auf noch stärker steigende Umsätze und auch steigende Gewinne der Unternehmen in der Zukunft. Viele Tech-Unternehmen gelten als Growth-Werte. Ihre Bewertungen sind in der jüngsten Erholungsrally an den Börsen so deutlich in die Höhe geschnellt, das Investoren zuletzt verstärkt nach scheinbar günstigeren Aktien suchten.

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    Value-Aktien verlieren schon wieder

    Die Folge: Von Mitte Mai bis Anfang Juni hat der globale Aktienindex MSCI Value mehr als 18 Prozent zugelegt. Beim MSCI Growth waren es nur knapp zehn Prozent. Seither hat sich das Verhältnis aber schon wieder umgekehrt. Value-Werte verloren über sechs Prozent, während Growth-Titel sechs Prozent zulegten.

    Inmitten der aktuellen schweren Rezession ist das kein Wunder. Die Aussichten für zyklische Werte sind alles andere als gut. Hinzu kommt, dass Value-Aktien aus den Bereichen Automobil und Telekom mit dem Wandel hin zur Elektromobilität und den Investitionen in den Ausbau des 5G-Netzes eigene Probleme haben.

    In den vergangenen zehn Jahren hatten definitiv Growth-Aktien die Nase vorn. Sie gewannen seither unter dem Strich 194 Prozent und damit viermal so viel wie Value-Aktien. Auch dabei gab es immer Phasen, in denen Value-Aktien die Nase vorn hatten. Doch diese Phasen dauerten nur kurz. Bislang gibt es keine Anzeichen dafür, dass es diesmal anders sein sollte.

    Mehr: Zweifel an der Zauberformel – Ist die Anlagestrategie von Warren Buffett noch zeitgemäß?

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