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Kommentar Verdächtige VW-Manager sind vor der US-Justiz nirgends sicher

Ein Kroatien-Urlaub wurde einem Motorenentwickler jetzt zum Verhängnis. Im Dieselskandal sollte man die US-Justiz nicht unterschätzen.
17.06.2020 - 13:16 Uhr 4 Kommentare
Der US-Justiz reichen die Sanktionen gegen den VW-Konzern nicht. Sie will auch die verantwortlichen Manager zur Rechenschaft ziehen. Quelle: dpa
Abgasskandal

Der US-Justiz reichen die Sanktionen gegen den VW-Konzern nicht. Sie will auch die verantwortlichen Manager zur Rechenschaft ziehen.

(Foto: dpa)

Reisen bildet, sagt der Volksmund. Doch es gibt Fälle, in denen dringend davon abgeraten werden muss: Eine Anklage der US-Justiz ist ein solcher Fall.

Der hochrangige ehemalige Volkswagen-Manager, der kürzlich in Kroatien festgenommen wurde, ist Opfer seiner eigenen Naivität. Bereits Anfang 2019 wurde er in den USA wegen der Dieselmanipulationen bei der VW-Tochter Audi angeklagt, zusammen mit drei anderen Managern. Es ist offenkundig, dass die US-Justiz alles versucht, um potenzieller Straftäter habhaft zu werden und vor ein amerikanisches Gericht zu stellen.

Unabhängig von der Frage, ob die Schuld eines Angeklagten tatsächlich erwiesen werden kann, ist nicht nachvollziehbar, dass sich ein Betroffener einer solchen Gefahr aussetzt. Schon die Reise des VW-Ingenieurs Oliver Schmidt Anfang 2017 hatte für ungläubiges Staunen bei Strafverteidigern gesorgt.

Es war klar, dass die US-Behörden hinter dem Mann her sind. Schmidt wurde am Flughafen Miami festgenommen und schließlich vor Gericht gestellt. Der Ingenieur wurde zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt, die er im Bundesgefängnis in Michigan verbüßt.

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    Der Dieselskandal wird in den Vereinigten Staaten moralisch und juristisch anders bewertet als in Deutschland. Den verantwortlichen Personen werden „Verschwörung zum Betrug“ und „Verstöße gegen Umweltgesetze“ vorgeworfen.

    Die Nation fühlte sich vom deutschen Autobauer, der ihren Bürgern in millionenschweren Werbekampagnen die Lüge vom „Clean Diesel“ auftischte, schwer hintergangen. Strafen und Schadensersatzzahlungen in zweistelliger Milliardenhöhe waren die Folge.

    Doch der US-Justiz reichen die Sanktionen gegen den Konzern nicht. Sie will auch die verantwortlichen Manager zur Rechenschaft ziehen. Solange verdächtige Manager die amerikanischen Strafverfolger nicht von ihrer Unschuld überzeugen konnten, ist es schlicht fahrlässig, Deutschland zu verlassen.

    Mehr: US-Behörden spüren Schlüsselfigur im Dieselskandal in Kroatien auf

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    Mehr zu: Kommentar - Verdächtige VW-Manager sind vor der US-Justiz nirgends sicher
    4 Kommentare zu "Kommentar: Verdächtige VW-Manager sind vor der US-Justiz nirgends sicher"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Wer einem Schwarzen, der nichts angestellt hat als in seinem Auto einzuschlafen, 2 Kugeln in den Rücken schießen darf, läuft in den USA frei herum und muss nicht mal mit einer Anklage rechnen. Noch Fragen?

    • Komisch, warum müssen die amerikanischen Behörden für Gerechtigkeit sorgen? Wieso schaffen die Deutschen das nicht?

    • Finde ich gut. Hierzulande behandelt man den größten Betrugsskandal seit dem 2. Weltkrieg ja eher wie eine Verabredung zum Falschparken.

    • Schon allein, da die Anwälte verdienen wollen, wird das große Rad gedreht.

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