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Kommentar Versicherer-Aktien verlieren – und der Druck wird weiter wachsen

Aktien von Munich Re und anderen Versicherern haben seit September deutlich verloren. Eine entscheidende Frage zu den Abstürzen ist aber noch unbeantwortet.
22.10.2020 - 16:56 Uhr Kommentieren
Die Aktie des Rückversicherers verlor seit Mitte September fast ein Fünftel an Wert. Quelle: Reuters
Munich Re

Die Aktie des Rückversicherers verlor seit Mitte September fast ein Fünftel an Wert.

(Foto: Reuters)

München Die Tendenz ist eindeutig: Die Kurse aller namhaften europäischen Versicherer haben seit Mitte September im zweistelligen Prozentbereich verloren. Bei der Munich Re betrug das Minus fast ein Fünftel. Dazu passend berichteten die Münchener am Dienstag, dass sie in der Phase zwischen Juli und September mit Schäden durch die Corona-Pandemie in Höhe von 800 Millionen Euro rechnen.

Andere Häuser werden sich zu dem Thema in den kommenden Tagen und Wochen äußern. Fest steht schon jetzt: Es wird teuer.

Das sah lange anders aus. Ein erhöhtes Schadenaufkommen ließ sich in den ersten Monaten der Pandemie zwar erkennen, die finanziellen Belastungen hielten sich aber in Grenzen. Heute zeigt sich, dass damals wohl zu viel Optimismus geherrscht hatte.

Vor allem die Absage von Großveranstaltungen belastet seither. Hinzu kommt ein erhöhtes Schadenaufkommen in den Unternehmen, in denen das Herunterfahren von Maschinen und Produktion mit anschließendem Neustart nicht immer technisch reibungslos ablief.

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    Auch unabhängig von Corona waren die Schäden hoch. Wirbelstürme und Waldbrände kommen die Branche teuer zu stehen, auch belasten Großkatastrophen wie die Explosion in Beirut.

    Auch in den kommenden Wochen dürften die Kurse der Versicherungsaktien unter Druck bleiben. Die drastisch steigenden Zahlen der Neuinfizierten und die zunehmenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens lassen erahnen, dass die Belastungen den Winter über deutlich steigen werden.

    Die Dividende entscheidet

    Das insgesamt schwierige Szenario läuft auf eine entscheidende Frage hinaus. Werden die Versicherer im Frühjahr eine üppige Dividende zahlen können wie in den vergangenen Jahren? Lukrative Dividendenrenditen zwischen vier und fünf Prozent wirkten lange wie aus einer anderen Zeit und machten die Papiere für viele Anleger attraktiv.

    Doch selbst wenn sich die Versicherer hohe Ausschüttungen leisten könnten, müsste das noch mit den Aufsehern abgestimmt werden. Die hatten im Frühjahr schon ihre Bedenken gegen eine allzu großzügigen Ausschüttungspolitik geäußert. Von dieser Meinung werden sie nach sehr viel größeren Erfahrungen mit der Pandemie sicher nicht abrücken.

    Für die Kurse der Versicherungsaktien wäre das ein weiterer Rückschlag. Investoren könnten sich von einem Teil ihrer Papiere trennen. Auf die bisher vor allem bei konservativen Anlegern beliebten Papiere kommen schwierige Zeiten zu.

    Mehr: „Die Rückversicherer müssen effizienter werden“, sagt Hannover-Rück-Chef Henchoz im Handelsblatt-Interview.

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