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Kommentar Volkswagen geht mit einem Rückstand ins Rennen um die digitalisierte Autoindustrie

Für die Elektromobilität ist VW gut gewappnet. Doch bei der Software konkurriert VW mit Tech-Riesen wie Google oder Amazon – und die sind weiter als der Autobauer.
13.07.2021 - 19:30 Uhr Kommentieren
Der Autobauer steht bei der Software-Entwicklung vor größeren Herausforderungen als bei der Elektromobilität. Quelle: dpa
VW-Strategie

Der Autobauer steht bei der Software-Entwicklung vor größeren Herausforderungen als bei der Elektromobilität.

(Foto: dpa)

Die Zukunftsstrategie von Volkswagen fußt auf drei Säulen: der Elektromobilität, der Autosoftware und dem autonomen Fahren. Das Problem ist, dass Volkswagen mit keiner der drei Säulen bislang wirklich Geld verdient.

Gigantische Investitionen sollen das ändern. Über 70 Milliarden Euro fließen bis 2025 in VWs Zukunftsgeschäft. Kein Autobauer investiert so viel in die Elektrifizierung und die Digitalisierung.

Bei der Elektromobilität ist VW bereits weiter als die traditionelle Konkurrenz. Schon 2030 wird VW zufolge der Umsatz mit Elektroautos höher sein als mit Verbrennerfahrzeugen. Schwieriger wird es bei der Software. Hier steht VW im Wettbewerb mit Tesla, aber auch mit Tech-Giganten wie Google und Amazon. Alle drei sind weiter als Volkswagen.

Tesla hat eine zentrale Rechnerarchitektur und eine darauf abgestimmte updatefähige Software in seinen Fahrzeugen. Google wiederum bietet mit Android Automotive ein ausgereiftes Infotainmentsystem an, auf das unter anderem Volvo zurückgreift. Die Alphabet-Tochter Waymo gilt als führend beim hochautomatisierten Fahren. Amazon hat immense Fähigkeiten bei der Künstlichen Intelligenz und der Spracherkennung.

VW holt sich Hilfe und handelt strategisch klug

VW tastet sich derweil bei der ID-Reihe an Over-the-Air-Updates heran. Solche Updates sind Neuland für Autobauer. Die Entwicklung der Software für das autonome Fahren ist ungleich komplexer. VW-Chef Herbert Diess sagte zur Vorstellung der Strategie für 2030 am Dienstag, dass es die komplexeste Software sein werde, die jemals entwickelt wurde.

Es ist daher strategisch klug, dass VW sich hier die Unterstützung von Argo AI holt. Der Autobauer ist gemeinsam mit Ford an dem US-Spezialisten für das hochautomatisierte Fahren beteiligt. Was Argo entwickelt, soll frühestens 2025 in den Nutzfahrzeugen von VW und in den Fahrzeugen des Fahrtdienstes Moia landen. Die Zusammenarbeit mit Argo AI dürfte die Entwicklungsabteilungen von VW entlasten.

Die haben bereits genügend damit zu tun, die restliche Autosoftware zu entwickeln. VW stellt der Softwareeinheit Cariad jedes Jahr bis zu 2,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Geht der Plan auf, wird Cariad bis 2025 ein einheitliches Betriebssystem samt automatisierten Fahrfunktionen entwickeln, die sich auch einzelne Privatkunden leisten können.

Auf die Hilfe von Google oder Amazon will Cariad dabei verzichten. Das bedeutet: VW muss die kritische Autosoftware in Eigenregie entwickeln. Und das ist trotz der riesigen Investitionssumme ein ambitioniertes Ziel.

Mehr: Wie sich die deutschen Autobauer gegen Google und Tesla behaupten wollen

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