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Kommentar Volkswagen muss Bentley endlich sanieren oder verkaufen

Die britische VW-Tochter wird dieses Jahr tiefrote Zahlen schreiben. Der jetzt eingeleitete Umbau muss sitzen. Sonst ist eine Trennung geboten.
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Der britischen Volkswagen-Tochter bleibt nichts anderes übrig, als sich auf die Vorarbeiten anderer Volkswagen-Marken zu verlassen. Quelle: Reuters
Bentley-Produktion in Crewe

Der britischen Volkswagen-Tochter bleibt nichts anderes übrig, als sich auf die Vorarbeiten anderer Volkswagen-Marken zu verlassen.

(Foto: Reuters)

Der Volkswagen-Konzern steht vor einem gewaltigen Umbau. Elektrifizierung und Digitalisierung der Fahrzeugflotte werden in den nächsten fünf Jahren etwa 44 Milliarden Euro verschlingen. Die Dieselaffäre ist auch nicht zu den Akten gelegt. Wenn es schlecht für Volkswagen läuft, kommen weitere zehn Milliarden Euro an Belastungen dazu.

Vor diesem Hintergrund kann sich der Wolfsburger Autokonzern keine Kostgänger mehr erlauben. Die britische Luxustochter Bentley ist so ein Beispiel, wo die Konzernzentrale lange Zeit nicht richtig hingesehen hat.

2018 wird für Bentley zum Jahr des Erwachens und der Wende. Auch wenn die aktuelle Bilanz tiefrot ausfällt, gibt es so etwas wie einen Neubeginn. Alles, was nicht mehr zum operativen Geschäft beiträgt, wird abgeschrieben und auf null gesetzt. Nächstes Jahr soll Bentley dann langsam wieder in die Gewinnzone zurückgeführt werden.

Bei der Konzerntochter im englischen Crewe darf sich allerdings niemand Illusionen hingeben. Die Rückkehr zu schwarzen Zahlen wird nur dann gelingen, wenn Bentley stärker mit anderen Konzernmarken kooperiert und von seiner Eigenständigkeit abgibt.

Die Stückzahlen von Bentley sind mit etwa 10.000 Fahrzeugen vergleichsweise überschaubar, die Produktionskosten fallen entsprechend hoch aus. Der britischen Volkswagen-Tochter bleibt deshalb nichts anderes übrig, als sich auf die Vorarbeiten anderer Volkswagen-Marken zu verlassen.

Gerade Porsche könnte so etwas wie ein Lehrmeister für die Briten werden. Mit ihrer operativen Rendite von aktuell mehr als 18 Prozent zeigen die Stuttgarter, was im Luxus- und Sportwagenbereich möglich ist.

Die jetzt eingeleitete Sanierung bei Bentley muss allerdings auch sitzen. Gelingt die Neuausrichtung wider Erwarten nicht, dann sollten die Verantwortlichen in Wolfsburg auch keine Scheu davor haben, sich von der britischen Tochter zu trennen.

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