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Kommentar Vom Weltraumtourismus werden am Ende alle profitieren

Jeff Bezos, Richard Branson oder Elon Musk streben ins All. Man mag ihr Geschäftsmodell für fragwürdig halten – doch die Forschung treibt das enorm voran.
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Auch in Zukunft wird die Raumfahrt erheblichen Einfluss auf unseren Alltag haben. Quelle: dpa
Start einer SpaceX-Rakete

Auch in Zukunft wird die Raumfahrt erheblichen Einfluss auf unseren Alltag haben.

(Foto: dpa)

Es gibt Menschen, die brauchen den „Kick“. Und es gibt welche, die nicht wissen, wohin mit ihrem Geld. Einige vereinen beides. Das ist genau die Kundschaft, die private Weltraumfirmen wie Blue Origin, SpaceX oder Virgin Galactic im Blick haben.

Man mag das Geschäftsmodell für fragwürdig halten. Auch wenn eine gewisse Nachfrage vorhanden ist, mit der aus der Idee tatsächlich ein lukratives Geschäft werden kann – muss Vermögenden wirklich das Angebot gemacht werden, ins All zu reisen?

Die rationale Antwort lautet: Nein! Gerade hier gilt der Grundsatz: Nicht alles, was technisch machbar ist, sollte auch gemacht werden. Aber vielleicht greift die pure Vernunft in diesem Fall zu kurz. Es gibt auch eine andere Perspektive auf das Thema.

Die Weltraumtouristen finanzieren eine Forschung, die für die Weiterentwicklung und den Fortbestand unseres Planeten elementar ist. Das klingt hochtrabend. Aber blicken wir zurück: Die Raumfahrt hat schon immer Innovationen hervorgebracht.

Damit ist nicht die Teflonpfanne gemeint, die anderswo entdeckt wurde. Es sind Dinge wie Satelliten, die die Raumfahrt ins All brachte und bringt. Ohne sie funktioniert kein Fernsehen, kein Mobilfunknetz und keine Navigation.

Auch in Zukunft wird die Raumfahrt erheblichen Einfluss auf unseren Alltag haben. Das Stichwort lautet Erdbeobachtung. Ohne den Blick von oben können wir die großen Herausforderungen auf unserem Planeten nicht meistern. Die Klimaveränderung etwa lässt sich aus dem All erfassen und analysieren. Unsere Mobilität muss sich radikal wandeln. Dazu müssen Verkehrsströme erfasst und bewertet werden – eine Aufgabe für Satelliten.

Selbst bei der Lösung des Dauerthemas Flüchtlinge hilft die Erdbeobachtung. Dadurch werden zum Beispiel Prognosen für künftige Migrationsbewegungen möglich. Wir können also entspannt auf die sicherlich bekloppte Idee blicken, seinen Urlaub im All zu verbringen. Am Ende werden wir alle davon profitieren.

Mehr: Das Wettrennen um vermögende Weltraumtouristen ist voll entbrannt. Es könnte mehr sein als eine Spinnerei. Denn es wird auch von Regierungen getrieben, die das All strategisch wiederentdecken.

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1 Kommentar zu "Kommentar: Vom Weltraumtourismus werden am Ende alle profitieren"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Genau, am Ende! Was ist das Ende? Wann ist es da? Solch hochbegabten Leute, die solch teure und aufwändige Projekte planen können nicht sagen wann ungefähr dieses Ende da ist und somit die Menschheit profitiert? Hier wollen Leute Profite machen, ohne der Menschheit die Risiken zu benennen. Satelliten verglühen wohl meist vollständig, wenn es eine Pleite gab. Ein Weltraumhotel würde dies wohl nicht und beim Absturz Menschen töten und der Reaktor(?) frei auf dem Feld vom Bauern vor sich hinglühen. Wer kommt dafür auf? Wer behebt den Schaden? Solange nicht alles geklärt ist, keine Starterlaubnis, das gilt für alle! Zuerst sollten auch mal die meisten der hiesigen Probleme gelöst werden, oder wer wurde gefragt, ob er auf die zweite Erde umsiedeln will ... und hier verhungern, verdurstet, weil die Überbevölkerung immer schlimmer wird ...???