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Kommentar Vorsicht vor Bärenmarkt-Fallen

Die Aktienindizes haben sich zuletzt deutlich von ihren Tiefs entfernt. Doch solche Zwischenerholungen sind noch kein Zeichen für eine Entwarnung.
03.04.2020 - 20:13 Uhr Kommentieren
Der Bär steht für eine Abwärtsbewegung an den Börsen. Quelle: dpa
Bär vor der Frankfurter Börse

Der Bär steht für eine Abwärtsbewegung an den Börsen.

(Foto: dpa)

Nach nichts sehnen sich Aktienanleger in den Wochen nach dem schnellsten Börsenabsturz aller Zeiten so sehr wie nach Signalen für eine Erholung an den Börsen. Als ein mögliches Hoffnungszeichen wird derzeit oft genannt: Die großen Indizes haben ihre jüngsten Tiefs hinter sich gelassen.

Der Dax hat in den vergangenen Tagen kurzzeitig sogar wieder die Marke von 10.000 Punkten überschritten. Damit lag er mehr als 1.800 Zähler und somit rund 20 Prozent über dem vor gut zwei Wochen erreichten Sechseinhalb-Jahrestief. Beim amerikanischen S&P 500, der kurz nach dem Dax ein Vier-Jahrestief markiert hatte, ist die Entwicklung ähnlich.

Doch Zeichen für eine Stabilisierung sind das leider noch nicht. Das zeigt ein Blick in die Vergangenheit. Die Börsen befinden sich immer noch inmitten eines Bärenmarkts. Davon spricht man, wenn Indizes um mindestens 20 Prozent ihrer Hochstände gefallen sind. Das ist nach wie vor gegeben.

Der Dax liegt mit seinem Stand von derzeit um die 9500 Punkte mehr als 30 Prozent unter seinem Allzeithoch von Mitte Februar. Beim S&P 500 beträgt die Entfernung zum Rekordstand rund 25 Prozent.

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    Nur Zwischenerholungen

    In solchen Bärenmärkten sind Zwischenerholungen üblich. Experten sprechen von Bärenmarktrallys, die sich im Nachhinein oft als Falle entpuppt haben. Am besten zeigt sich das anhand der größten Tagesrallys im S&P 500.

    Seit 1964 gab es inmitten eines Bärenmarkts fünf Tage, in denen der weltwichtigste Börsenindex jeweils mehr als neun Prozent zugelegt hat. Nach vier dieser fünf massiven Erholungstage fiel der S&P 500 aber in den Folgemonaten erneut zwischen 13 bis 32 Prozent, bis es dann nachhaltig aufwärts ging.

    Zwei dieser fünf historischen Tage mit Kursanstiegen um mehr als neun Prozent gab es dabei in den vergangen Wochen, und zwar am 13. und am 24. März. Der 13. März ist dabei schon jetzt als Bärenmarkt-Falle enttarnt, nach der Zwischenerholung verlor der S&P 500 bis zum 23. März fast 18 Prozent.

    Seither markierte der Index zwar kein neues Tief, doch jetzt ist die Gefahr groß, dass es erneut abwärts geht. Die Prognosen mit Blick auf die Dauer und die Folgen der mit nichts vergleichbaren Corona-Pandemie sind einfach noch zu unsicher.

    Mehr: So geht Allianz Global Investors mit der Krise am Aktienmarkt um.

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