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Kommentar Vorsicht vor zu viel Euphorie an der Börse

Die jüngsten Quartalszahlen sind bislang weniger schlecht als befürchtet ausgefallen. Was lässt sich daraus für die Börse ableiten?
27.07.2020 - 21:53 Uhr Kommentieren
Der Bulle ist das Symbol für einen Aufwärtstrend an den Börsen. Doch wird der Dax trotz der Coronakrise ein neues Rekordhoch erreichen? Quelle: dpa
Skulptur vor der Frankfurter Börse

Der Bulle ist das Symbol für einen Aufwärtstrend an den Börsen. Doch wird der Dax trotz der Coronakrise ein neues Rekordhoch erreichen?

(Foto: dpa)

Der Traum von einem neuen Rekordhoch des Deutschen Aktienindexes ist noch nicht ausgeträumt. Zwar konnten die jüngsten Quartalszahlen großer börsennotierter Konzerne nicht die erhofften neuen Impulse für den Aktienmarkt bringen. Doch sind die Ergebnisse bislang weniger schlecht als befürchtet ausgefallen.

Deshalb schauen Anleger genau auf Frühindikatoren wie den Ifo-Konjunkturindex. Er soll zeigen, wohin die Reise geht. Deutschlands wichtigster Frühindikator für die Wirtschaft ist im Juli auf 97,0 gestiegen. Das ist der höchste Werte seit November 2018. Und das mitten in der Coronakrise – ein Ausrufezeichen.

Es scheint, als ob die Zuversicht in den Unternehmen unerschütterlich ist, auch wenn der Anstieg des Geschäftsklimaindexes des Ifo-Instituts nicht ganz so deutlich ausfiel. Offenbar sind Unternehmer und Vorstände von den geldpolitischen Lockerungen und den massiven Hilfen durch die Bundesregierung so begeistert, dass es kaum ein Halten gibt.

Hinzu kommt die Einigung der 27 EU-Regierungs- und Staatschefs auf das Corona-Hilfspaket. Der Optimismus lässt sich auch am Einkaufsmanagerindex für die Euro-Zone ablesen, der auf einem Zweijahreshoch steht.

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    Dennoch: Wie gut oder schlecht es tatsächlich um die Wirtschaft steht, wird die Berichtssaison der Unternehmen zeigen, die in den USA und in Europa ihrem Höhepunkt zustrebt. In der laufenden Woche legen nach Marktkapitalisierung knapp 40 Prozent der Konzerne im S&P 500 und auch im Stoxx 600 ihre Quartalszahlen vor.

    Darunter befinden sich so namhafte Unternehmen wie Apple, Amazon und Nestlé. Die Quartalszahlen von SAP zum Wochenauftakt sind besser als erwartet ausgefallen. Der befürchtete Einbruch blieb also bislang aus. Klar erscheint aber auch, dass die Coronakrise konjunktursensible Firmen am härtesten trifft.

    Bei aller Euphorie über zum Teil überraschend stabile Quartalszahlen sollte nicht verdrängt werden, dass die Krise die Weltwirtschaft noch länger im Würgegriff halten wird. Solange es keinen Impfstoff gibt, kann sich die Konjunktur nicht nachhaltig erholen. Gerade die USA haben das Virus nicht im Griff, sondern das Virus die USA — eine schlechte Nachricht für die Exportnation Deutschland.

    Und machen wir uns nichts vor: Mit der Reisewelle werden auch die Infektionszahlen wieder steigen. Ein zweiter Lockdown könnte die Lage erneut massiv verändern. Dann wird es hart für alle stark investierten Optimisten an den Aktienbörsen.

    Mehr: Ifo-Index steigt zum dritten Mal in Folge

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