Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar Vorstandschef als Lehrberuf - keine gute Idee

Tui liegt voll im Trend. Der Noch-Chef Michael Frenzel lernt den Nachfolger Friedrich Joussen an, bevor dieser die Geschäfte übernimmt. Doch das Anlernen von Vorstandschefs hat einen großen Haken.
12.08.2012 - 16:28 Uhr Kommentieren
Der Autor ist Chefkorrespondent im Ressort Unternehmen & Märkte. Quelle: Pablo Castagnola

Der Autor ist Chefkorrespondent im Ressort Unternehmen & Märkte.

(Foto: Pablo Castagnola)

Friedrich Joussen kann ein Vierteljahrhundert Berufserfahrung vorweisen. Mit Erfolg. Schließlich hat der studierte Elektrotechniker den schärfsten Rivalen der Deutschen Telekom mit aufgebaut, zuletzt als Chief Operating Officer Vodafone Deutschland sogar geleitet.

Jetzt geht Joussen wieder in die Lehre. Für vier Monate darf der 49-Jährige dem Altmeister Michael Frenzel über die Schulter schauen, bevor der ihm seinen Chefposten beim Schifffahrts- und Reisekonzern Tui übergibt.

Fliegende Chefwechsel sind in Mode. Bis zu neun Monate vor offiziellem Dienstbeginn als Vorsitzender treten die Manager heutzutage ihren Dienst beim neuen Arbeitgeber an. Meist steigen sie ohne besondere Aufgaben als einfaches Mitglied in die Vorstandsriege ein, um nach Abgang des Vorgängers dessen Geschäfte zu übernehmen.

Wie Joussen wirkte auch der seit Juli amtierende RWE-Chef Peter Terium erst einmal im sprichwörtlichen Schatten des dominanten Vorgängers Jürgen Großmann. Und das sogar neun Monate lang. Politprofi Roland Koch, Ex-Ministerpräsident von Hessen, saß zunächst vier Monate auf die Ausbildungsbank des Baukonzerns Bilfinger Berger. Dann erst bezog er das Chefbüro. Heinrich Hiesinger bekam ein Vierteljahr Zeit, um für den Chefposten bei Thyssen-Krupp zu üben.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Selbst führungserfahrene Manager wie Marijn Dekkers, der 25 Jahre in den USA arbeitete, werden zunächst auf Erkundungstour geschickt, um Geschäfte, Standorte und die neuen Kollegen kennenzulernen. Erst nach acht Monaten im Chemie- und Pharmakonzern Bayer durfte der gebürtige Niederländer seinen Vorgänger Werner Wenning an der Spitze ablösen.

    Angelernte Chefs können sich nicht mehr herausreden
    Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
    Mehr zu: Kommentar - Vorstandschef als Lehrberuf - keine gute Idee
    0 Kommentare zu "Kommentar: Vorstandschef als Lehrberuf - keine gute Idee"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%