Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar VW muss sich bei den WLTP-Vorschriften sputen

Volkswagen hat seine WLTP-Probleme besser in den Griff bekommen, aber die Konkurrenz ist besser. Es bleibt noch einiges zu tun.
Kommentieren
VW ist zwar auf die bevorstehende Verschärfung der Abgas- und Zulassungsnorm besser vorbereitet, als im Vorjahr. Doch BMW und Mercedes kommen besser voran. Quelle: AFP
VW-Logo

VW ist zwar auf die bevorstehende Verschärfung der Abgas- und Zulassungsnorm besser vorbereitet, als im Vorjahr. Doch BMW und Mercedes kommen besser voran.

(Foto: AFP)

Für Volkswagen sind es wenig erfreuliche Bilder gewesen, als im vergangenen Jahr vorproduzierte Neuwagen zu Tausenden auf dem Berliner Großflughafen BER abgestellt werden mussten. Und das nur, weil der Konzern es versäumt hatte, sich rechtzeitig auf die neuen Abgas- und Zulassungstests nach WLTP-Norm einzustellen. Andere Hersteller – allen voran BMW und Daimler – hatten vorgemacht, dass die Einführung verschärfter Abgastests glimpflicher über die Bühne gehen kann.

Immerhin, VW hat aus den Erfahrungen des vergangenen Jahres gelernt. 2019 müssen keine Parkplätze an Flughäfen und Messen angemietet werden, um dort wieder vorproduzierte Neuwagen über Wochen abzustellen. In Wolfsburg werden keine Schichten aus dem Produktionsplan herausgenommen, die Fertigung im Stammwerk geht in diesem Sommer kontinuierlich weiter.
Bei der anstehenden Verschärfung der WLTP-Vorgaben hat der VW-Konzern also tatsächlich Fortschritte gemacht. Aber es geht immer noch besser: Denn während Daimler und BMW die Umstellung auf die neuen Vorschriften schon lange vor dem Stichtag 1. September abgeschlossen haben, gibt es bei Volkswagen auch jetzt noch Lücken. Für Kunden sind Einschränkungen auch in diesem Jahr nicht ausgeschlossen, wenn auch in wesentlich kleinerem Ausmaß.

Autokäufer müssen sich auch aus einem anderen Grund in Wolfsburg auf Einschränkungen einstellen. VW hat sich noch zu einem anderen Kunstgriff entschieden, um die neuen WLTP-Tests besser bestehen zu können. Die Zahl der Modellvarianten ist um 20 Prozent reduziert worden, also müssen auch weniger Autos auf die Prüfstände. Für Kunden heißt das: weniger Auswahl.

In einem Jahr werden die WLTP-Vorschriften ein weiteres Mal verschärft. Dann müssen die idealen Emissionswerte auf dem Prüfstand noch stärker mit den realen Werten im Straßenverkehr übereinstimmen. VW sollte aus den Erfahrungen gelernt und wirklich alle Fahrzeuge zum Stichtag fertig haben.

Mehr: Mehr: Gewinnplus für Volkswagen: Der Autoriese trotzt der Absatzkrise.

Startseite

Mehr zu: Kommentar - VW muss sich bei den WLTP-Vorschriften sputen

0 Kommentare zu "Kommentar: VW muss sich bei den WLTP-Vorschriften sputen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote