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Kommentar Warum Anleger an Value-Aktien nicht vorbeikommen

Mit Wachstumsaktien war in den vergangenen Jahren das große Geld zu verdienen. Trotzdem sollten sich Anleger schrittweise umorientieren.
01.02.2020 - 12:01 Uhr Kommentieren
Für Anleger ist es an der Zeit, vorsichtig umzudenken. Quelle: dpa
Bulle und Bär

Für Anleger ist es an der Zeit, vorsichtig umzudenken.

(Foto: dpa)

Demut vor dem Monster Kapitalmarkt ist nötig, sagt Marcel Müller, Leiter des Portfoliomanagements beim Vermögensverwalter der Quandt-Familie HQ Trust. Und er hat Recht. In den vergangenen zehn Jahren kannten die Aktien fast nur einen Weg: nach oben.

Deshalb verwundert auch die ziemliche Sorglosigkeit der Anleger nur wenig, die sich in den niedrigen Kursschwankungen ausdrückt. Daran hat bislang auch das Coronavirus wenig geändert. Doch das muss nicht so weitergehen.

Zugegeben, wer in den vergangenen Jahren den Wachstumswerten sein Vertrauen schenkte, lag damit goldrichtig. Tech-Aktien wie Microsoft oder Apple liegen in ihrer Marktkapitalisierung weit oberhalb der Billionen-Grenze und Amazon ist von der magischen Bewertung angesichts steigender Notierungen auch nicht mehr weit entfernt. Die Konzerne überzeugen durch ihre hohen Wachstumsraten bei Umsatz und Gewinn sowie durch ihr Innovationstempo.

Wer dagegen Papiere von Value-Unternehmen kaufte, wurde bestraft. Zwar sind diese Firmen gemessen an Kennzahlen wie Kursen im Vergleich zum Gewinn oder Buchwert und auch bei der Dividendenrendite günstig bewertet. Anleger bekommen damit eine günstigere Beteiligung an fundamentalen Werten der Unternehmen. Die Firmen selbst oder die Branchen, in denen sie arbeiten, sind allerdings oftmals nicht sonderlich beliebt.

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    Stimmungswandel kann schnell gehen

    Das Ergebnis: Die Danske Bank hat errechnet, dass globale Wachstumsaktien in den vergangenen fünf Jahren um 65,3 Prozent gestiegen sind. Dagegen haben globale Value-Unternehmen lediglich 35,8 Prozent erreicht.

    Dennoch ist es für die Anleger an der Zeit, langsam und vorsichtig umzudenken. Wie schnell ein Stimmungswandel gehen kann, zeigte sich im vierten Quartal 2016. Innerhalb von drei Monaten legte die Value-Anteilsscheine 15 Prozent stärker zu als ihre Konkurrenten auf der Tech-Seite.

    Erste Käufe etwa von Aktien aus der Auto- oder Finanzbranche, aber auch von Nahrungsmittelgrößen wie Nestlé sollten sich auf Dauer lohnen. Angesichts von attraktiven Dividendenrenditen können Aktien wie im Fall der Schweizer teilweise sogar als Anleiheersatz gesehen werden.

    Wer seine Risiken in der jetzigen Hochphase bei Aktien diversifizieren will, kommt deshalb an Value-Aktien nicht vorbei. Gefahr droht, falls Anleger sich nur auf Wachstumsaktien konzentrieren. Sie können schnell auf dem falschen Fuß erwischt werden. Ein Investment muss nicht über Einzelaktien gehen. Es bieten sich auch Fonds an, die ihren Schwerpunkt auf Value-Aktien legen.

    Mehr: Bei alternativen Anlagen eröffnen sich neue Chancen für Investoren. Doch es gilt auch die Risiken zu berücksichtigen. Lesen Sie hier mehr.

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