Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar Warum Anlegern bei Aktien die Sektor-Rotation selten gelingt

Es erscheint verlockend, auf vermeintlich günstige Aktien von konjunktursensiblen Unternehmen zu setzen. Das richtige Timing ist aber schwierig.
22.09.2020 - 18:25 Uhr Kommentieren
Die Finanzmärkte setzen schon länger auf einen wirtschaftlichen Aufschwung für die Zeit nach Corona. Quelle: obs
Börse Frankfurt

Die Finanzmärkte setzen schon länger auf einen wirtschaftlichen Aufschwung für die Zeit nach Corona.

(Foto: obs)

Pharma-, Gesundheits-, Immobilien- und Technologieaktien haben sich in diesem Jahr besonders gut entwickelt. Grund dafür sind einerseits die hohen Gewinne der IT-Unternehmen um Apple, Microsoft und Co. Noch mehr dürfte die Coronakrise dazu beigetragen haben, dass sich neben IT eher defensive Branchen so gut geschlagen haben. Verlässliche Gewinne, dazu noch von Unternehmen, die etwas mit dem Kampf gegen Corona zu tun haben (Pharma) oder aber von der Krise nahezu unberührt sind (Wohnimmobilien), waren eine gute Spekulation.

Zum Wochenbeginn haben zwar angesichts steigender Sars-CoV-2-Infektionszahlen die Sorgen über einen erneuten Lockdown und damit ein Herunterfahren der Wirtschaft zugenommen. Deshalb fielen die Börsen. Doch das ändert nichts daran, dass die Finanzmärkte schon länger auf einen wirtschaftlichen Aufschwung für die Zeit nach Corona setzen.

Ergebnis ist, dass sich die Aktien konjunkturempfindlicher Unternehmen deutlich von ihren Tiefständen im März erholt haben. Allerdings, gegenüber dem Rest hinken sie zum Teil weit hinterher.

MTU, Continental, Heidelberg Cement und BASF aus dem Dax haben trotz der Kursgewinne in den letzten Monaten binnen eines Jahres mehr als 15 Prozent an Wert verloren. Gleichzeitig legten konjunkturresistente Werte wie Deutsche Wohnen, Vonovia, Deutsche Post und Merck sowie der IT-Titel Infineon jeweils um mehr als 25 Prozent zu.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Angesichts solcher Ergebnisse erscheint die Spekulation darauf verlockend, dass sich die zurückgebliebenen Aktien der konjunktursensiblen Unternehmen bei einem sich fortsetzenden Wirtschaftsaufschwung überdurchschnittlich gut entwickeln werden. Getreu der Börsenweisheit, dass jedem Abschwung ein Aufschwung folgen wird.

    Größtes Problem dabei ist jedoch das Timing: Niemand weiß, wann der begonnene Aufschwung, der sich in den gestiegenen Kursen bereits widerspiegelt, an Rasanz zunehmen wird. Erst recht weiß niemand, wann und wie viele Wochen oder Monate vorher die entsprechenden Aktien davon profitieren werden. Die Börse nimmt bekanntlich Entwicklungen der realen Wirtschaft vorweg.

    Das Timing ist schwierig. So plausibel die Sektor-Rotation ist, dass also nach einer Phase des IT- und Pharmabooms bald andere Branchen im Fokus stehen werden, so schwierig ist es, Anfang und Ende solcher Wechsel rechtzeitig zu erkennen.

    Mehr: Warum es riskant ist, jetzt noch in zyklische Aktien einzusteigen.

    Startseite
    Mehr zu: Kommentar - Warum Anlegern bei Aktien die Sektor-Rotation selten gelingt
    0 Kommentare zu "Kommentar: Warum Anlegern bei Aktien die Sektor-Rotation selten gelingt"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%