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Kommentar Warum Audis Sponsoring beim FC Bayern heikel ist

Das Engagement des Autobauers beim Fußball-Rekordmeister ist für den FC Bayern ein gutes Geschäft. Für Audi nicht unbedingt. Es ist vielmehr eine Machtdemonstration des VW-Chefs.
14.01.2020 - 17:32 Uhr Kommentieren
VW-Tochter: Audi verlängert Sponsoring-Vertrag mit Bayern München Quelle: dpa
FC Bayern München

Der Fußballklub sichert sich bis Mitte 2029 hohe Millionenzahlungen von Sponsorpartner Audi.

(Foto: dpa)

Audi zieht durch: Für deutlich über 50 Millionen Euro im Jahr bleibt der Autohersteller Topsponsor und Anteilseigner beim FC Bayern München.

Hinzu dürften noch Sachleistungen und Eventkosten kommen, die im Fußballgeschäft traditionell extra abgerechnet werden. Unter dem Strich zahlt Audi bis 2029 also einen hohen dreistelligen Millionenbetrag an die Bayern, die damit zumindest finanziell mit den spanischen und englischen Topklubs mithalten können.

Für die Bayern ist das zweifellos ein gutes Geschäft. Für Audi nicht unbedingt.

Die in der Dieselkrise arg gebeutelte VW-Tochter durchläuft eine Rosskur. Die deutschen Werke sind nicht ausgelastet, ein milliardenschweres Sparpaket sieht den Abbau von 9500 Jobs vor. Vor diesem Hintergrund fast doppelt so viel Geld in das Bayern-Sponsoring zu stecken, ist erklärungsbedürftig.

Tatsächlich ist das Engagement weniger der Herzenswunsch von Audi-Chef Bram Schot, der das Unternehmen ohnehin im Frühjahr verlässt. Treiber des Manövers ist VW-Chef Herbert Diess, der die Sache noch aus einem anderen Blickwinkel angeht.

Anfang 2019 versuchte der Münchener Rivale BMW, Audi beim FC Bayern auszustechen. Der damalige BMW-Chef Harald Krüger machte ein Angebot, das deutlich über dem von Audi gelegen haben soll. Doch kurz vor Vertragsabschluss verkrachten sich BMW-Manager und Bayern-Bosse.

Diess, der 2015 das Duell gegen Krüger um den BMW-Chefsessel verloren hatte, stockte sein Angebot auf – und der FC Bayern schwenkte wieder zu Audi. An Krüger klebte einmal mehr der Ruf des Wankelmütigen. Im Sommer 2019 wurde er vorzeitig abgelöst.

Bei Audi hingegen hat Diess sein Feld bestellt. Im April wird Markus Duessmann neuer Vorstandsvorsitzender, den der VW-Chef von BMW abgeworben hat.

Der neue Hoffnungsträger in Ingolstadt wird viele Entscheidungen treffen müssen. Die Verwendung eines Großteils des Marketingbudgets ist allerdings schon entschieden.

Mehr: Der deutsche Fußball hat ein Problem mit Moral und Management. Den Fußball-Funktionären fehlt beim Umgang mit Geld der ethische Kompass.

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