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Kommentar Warum Deutschlands Banken flexibler werden sollten

Ein Aufweichen der strikten Grenzen zwischen den Blöcken des deutschen Bankensektors wäre durchaus ein Mittel, um Probleme der Geldhäuser zu lösen.
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Kooperation mit dem öffentlich-rechtlichen Sektor? Quelle: Bloomberg/Getty Images
Commerzbank-Zentrale in Frankfurt

Kooperation mit dem öffentlich-rechtlichen Sektor?

(Foto: Bloomberg/Getty Images)

Nach der gescheiterten Verlobung mit der Deutschen Bank flirtet die Commerzbank schon wieder. Dieses Mal würde Vorstandschef Martin Zielke gerne mit den Sparkassen anbandeln. Wie viele seiner Kollegen rechnet Zielke mit einer Konsolidierung der Bankenlandschaft, und ein Ausweg für die schwächelnde Commerzbank wäre eine wie auch immer geartete Kooperation mit dem öffentlich-rechtlichen Sektor.

Wenig überraschend findet Sparkassenpräsident Helmut Schleweis das Werben Zielkes alles andere als anziehend und zeigt der Commerzbank die kalte Schulter. Die unterkühlte Reaktion könnte allerdings ein Fehler sein. Denn ein Aufweichen der strikten Grenzen zwischen den Blöcken des deutschen Bankensektors wäre durchaus ein Mittel, die chronischen Probleme der heimischen Geldhäuser zu lösen.

Seit Jahren sind die Banken in einer Zwickmühle aus Minuszinsen, ruinöser Konkurrenz und strengerer Regulierung gefangen. Jetzt wird die Misere auch noch durch eine empfindliche Konjunkturabkühlung, wenn nicht sogar durch eine ausgewachsene Rezession, verschärft. Angesichts dieser ungemütlichen Gemengelage fällt es schwer, sich vorzustellen, wie es für die deutschen Banken vorwärtsgehen soll, solange die Strukturen so festgemauert bleiben wie bisher. Nur mit mehr Flexibilität lassen sich kreative Lösungen entwickeln, die dringend nötig sind, um die Zwickmühle aufzubrechen.

Für Sparkassenpräsident Schleweis wäre es allein aus taktischen Gründen klug, auf die Flirtversuche der Commerzbank mit einem zumindest ein bisschen ermutigenden Augenaufschlag zu reagieren. Schließlich stößt Schleweis‘ Lieblingsprojekt einer einheitlichen Sparkassenzentralbank bislang bei einigen Spielern im öffentlich-rechtlichen Bankenlager auf harsche Ablehnung. Wenn die Commerzbank als möglicher Nebenbuhler für diese Rolle ins Spiel käme, könnte das die Eifersucht schüren und damit den Widerstand gegen das Projekt schwächen.

Mehr: Das Frankfurter Geldinstitut hat die Details zum großen Umbau erläutert. Für die neuen Ziele werden Kosten gesenkt und 14 Prozent der Stellen abgebaut.

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