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Kommentar Warum eine Moscheesteuer eine gute Idee ist

Eine Entsprechung zur Kirchensteuer für Muslime könnte islamische Gemeinden vom ausländischen Einfluss lösen. Sie hätte weitere Vorteile.
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Eine Moscheesteuer könnte islamische Gemeinschaften an den deutschen Staat binden. Quelle: dpa
Merkez-Moschee in Duisburg

Eine Moscheesteuer könnte islamische Gemeinschaften an den deutschen Staat binden.

(Foto: dpa)

Kaum ein Wort scheint so geeignet, die Besinnlichkeit unter deutschen Tannenbäumen zu stören wie „Moscheesteuer“. Doch wer auf den Vorschlag mehrerer Unionspolitiker um Bundestagsfraktionsvize Thorsten Frei (CDU) mit islam- oder steuerkritischen Reflexen reagiert, verkennt den Ernst der Idee. Eine analog zur Kirchensteuer gestaltete Moscheesteuer für islamische Gemeinden wäre ein Angebot zur tieferen Integration in die deutsche Gesellschaft.

Bislang sind viele Islam-Gemeinden von ausländischen Geldgebern abhängig, allen voran die knapp 900 vom türkischen Staat alimentierten Ditib-Gemeinden. Ihre Imame sind türkische Beamte. Nach allem, was man hört, predigen sie eher türkischen Patriotismus als Grundgesetztreue.

Würden deutsche Finanzämter eine freiwillige Moscheesteuer von muslimischen Gläubigen einziehen, wäre das Angebot und Forderung an Moscheegemeinden zugleich. Ihnen stünde eine Finanzquelle offen, mit der sie eigene Geistliche bezahlen könnten und sich etwa von Ditib abnabeln könnten.

Es wäre ein Signal

Gleichzeitig könnte der deutsche Staat Bedingungen stellen, zum Beispiel, dass in den steuerfinanzierten Moscheen Imame predigen, die an hiesigen Universitäten ausgebildet wurden. Und dass die Finanzen dieser Gemeinden transparent sein müssen. Es wäre ein Signal, dass islamische Gemeinden gleiche Rechte haben wie christliche Kirchen – und gleiche Pflichten.

Allerdings sind die Kirchen klar strukturierte Institutionen, während nur eine Minderheit der muslimischen Gemeinden in Deutschland in Verbänden organisiert ist. Das wirft die Frage auf, wer als Vertreter der deutschen Muslime so satisfaktionsfähig wäre, dass man ihm Moscheesteuer-Einnahmen anvertrauen könnte.

Womöglich wäre die Steuer der richtige Anreiz für muslimische Gemeinden, um genau das zu klären und einen neuen Dachverband zu gründen. Nur wer raus dem Schatten kommt, hat Anspruch auf Steuergeld.

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1 Kommentar zu "Kommentar: Warum eine Moscheesteuer eine gute Idee ist"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • (schrieb aus Köln) Das sieht am ehesten nach einem naiven Versuch aus, den hierzulande seit mehreren Jahrzehnten lebenden, vor türkisch-stämmigen Islam-Angehörigen, über Umwege beziehungsweise durch eine Hintertür "Einen syntetischen Made-in-Germany Islam" zu diktieren, aufzuzwingen. Aufgrund der derzeit in Deutschland (immer noch) herrschenden politischen Aversion gegenüber dem (demokratisch gewählten) Regime in der Türkei darf "Der Islam" zu "einer freien Knetmasse" gemacht werden. Allein ist das heimliche Streben nach "Einer gründlichen (mehr oder weniger Fern-)Reformation des (Kern-)Islams" ist eine Anmaßung, nicht zu Ende gedacht, sogar hinsichtlich der "Verletzung der freien Religionsausübung einfach verfassungswidrig. Übrigens, wollen wir in Zukunft den "bisher wohl bewährten und beliebten grenz-überschreitenden/weltweiten Dialog, und mit dabei üblicher finanziellen und personellen Kooperation/Unterstützung", gerechterweise auch anderen Religionsgemeinschaften verbieten? Denken wir in diesem Zusammenhang bitte klugerweise z.B. an einen Evangelicals-Pastor aus USA im Schwabenland oder an eine Rabbinerin in Berlin aus Israel!

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