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Kommentar Warum Renminbi-Anleihen derzeit attraktiv sind

Durch eine Indexumstellung könnte viel Geld in chinesische Staatsanleihen fließen. Die sind für europäische Investoren ohnehin günstig wie lange nicht.
28.09.2020 - 17:12 Uhr Kommentieren
Immer mehr ausländisches Kapital fließt auf das chinesische Festland. Quelle: AFP
Finanzdistrikt von Schanghai

Immer mehr ausländisches Kapital fließt auf das chinesische Festland.

(Foto: AFP)

Frankfurt Als letzter der drei großen Indexanbieter hat FTSE Russel den Weg für die Aufnahme chinesischer Staatsanleihen in einen globalen Anleiheindex frei gemacht. Analysten rechnen daher damit, dass erneut ein dreistelliger Milliardenbetrag aus Europa, Nordamerika und Japan nach China fließt.

Bislang haben sich derart optimistische Prognosen für Mittelzuflüsse nicht bewahrheitet. Doch das könnte sich langfristig ändern – zumal chinesische Anleihen so günstig bewertet sind wie lange nicht.

Der Index-Anbieter Bloomberg Barclays hatte im April 2019 angekündigt, chinesische Staatsanleihen sukzessive in seine Marktbarometer aufzunehmen. Im Oktober vergangenen Jahres folgte schließlich JP Morgan, der Anbieter des wichtigsten Indexes für Schwellenland-Anleihen.

Auf den ersten Blick blieben die Ankündigungen ohne Folgen: Chinesische Staatsanleihen handeln mit einer Rendite von 3,1 Prozent für Papiere mit zehnjähriger Laufzeit etwa auf dem Niveau von vor zwölf Monaten. Seither sind jedoch besonders in den USA die Zinsen stark gefallen. Der Renditeaufschlag von chinesischen Staatsanleihen gegenüber den US-Pendants ist auf ein Rekordhoch gestiegen. Auch für europäische Investoren sind die China-Bonds attraktiver geworden.

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    Der Renditeaufschlag von rund 3,6 Prozent gegenüber Bundesanleihen liegt etwa auf dem Niveau von vor zwölf Monaten. Doch die Alternativen für nach Rendite suchende Investoren im Euro-Raum sind geringer geworden: Mit britischen oder US-Staatsanleihen ist kaum noch ein Mehrertrag zu erwirtschaften.

    Zuletzt ein gutes Geschäft

    Bislang hält der komplexe Handel mit chinesischen Anleihen noch viele Vermögensverwalter davon ab, ihr Geld gen Osten zu lenken. Doch China öffnet sich immer weiter für ausländische Investoren. Sobald Investoren die Scheu abgelegt haben, dürften die Zuflüsse an Fahrt aufnehmen. Denn China wird mit dem Rating „A plus“ bewertet – ebenso wie Japan.

    Allerdings werfen Anleihen in Renminbi drei Prozent mehr als Bonds in Yen ab. Die chinesische Währung hat zudem gegenüber dem Dollar zuletzt deutlich an Wert gewonnen. Damit sind die Erträge für ausländische Investoren, die Währungsschwankungen nicht absichern, deutlich gestiegen. Trotz geringer Kursgewinne waren chinesische Anleihen für Investoren daher ein gutes Geschäft.

    Mehr: Chinas Anleihemarkt steht vor einem Boom – doch Anleger drohen ihn zu verschlafen.

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