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Kommentar Warum sich die 30-jährige Bundesanleihe nicht lohnt

Deutschland hat seine am längsten laufende Anleihe aufgestockt. Die Papiere eignen sich allerdings nur für institutionelle Investoren.
20.11.2019 - 16:12 Uhr Kommentieren
Die aktuelle 30-jährige Bundesanleihe bietet keinen Zins. Quelle: Imago
Sparschweine

Die aktuelle 30-jährige Bundesanleihe bietet keinen Zins.

(Foto: Imago)

Vor drei Monaten hat Deutschland am Anleihemarkt erneut Geschichte geschrieben. Erstmals begab der Bund eine Anleihe mit der langen Laufzeit von 30 Jahren, die keine jährlichen Zinsen bringt. Der Zinskupon liegt bei null Prozent. Die Investoren reißen sich bis heute nicht gerade um die Anleihe – bei der Platzierung und den beiden Aufstockungen lag die Nachfrage unter dem Angebot.

Von keiner Nachfrage kann jedoch auch nicht die Rede sein: Am Mittwoch stockte der Bund die Anleihe um 1,5 Milliarden Euro auf und bekam dafür Kaufaufträge von immerhin knapp 1,4 Milliarden Euro.

Dass Banken und andere institutionelle Investoren die Anleihe kaufen, hat viele Gründe. Für hiesige Privatanleger eignen sich die Anleihen aber nicht.

Investoren aus den USA zum Beispiel kaufen die Anleihe, um auf Währungsgewinne zu spekulieren. Asiatische Notenbanken kaufen, um ihre Devisenreserven anzulegen. Die Europäische Zentralbank greift im Rahmen ihres Anleihekaufprogramms zu.

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    Dazu kommen Investoren, die auf Kursgewinne spekulieren. Das hat zuletzt gut funktioniert, allerdings dürfte der Großteil der Kursrally gelaufen sein. Allein in diesem Jahr schnellte der Kurs der vorherigen 30-jährigen Bundesanleihe bis August um rund ein Drittel nach oben. Die Rendite der Anleihe sank im Gegenzug auf ein historisches Tief von minus 0,28 Prozent.

    Seit Mitte August steigen die Renditen aber wieder – im Gegenzug fallen die Kurse. Die aktuelle 30-jährige Bundesanleihe wurde jetzt mit einer durchschnittlichen Rendite von 0,14 Prozent aufgestockt. Seit Mitte August ist der Kurs um gut siebeneinhalb Prozent gefallen.

    Die Minirendite von 0,14 Prozent kommt dadurch zustande, dass die 30- jährige Anleihe ohne Zins zu einem Kurs unter dem Rückzahlungswert von 100 Prozent aufgestockt wurde. Diese Rendite gilt für Anleger, die den Bond bis zur Fälligkeit halten.

    Positive Renditen in diesem Sinne werfen deutsche Bundesanleihen erst ab einer Restlaufzeit von 25 Jahren ab. Das macht sie für institutionelle Investoren und reiche Privatanleger vergleichsweise interessant, die nicht nur bei Anleihen, sondern auch bei Banken Strafzinsen auf ihre Anlegen zahlen. Für kleinere Summen gilt das aber nicht.

    Mehr: Wie Sparer ihr Geld vor Negativzinsen und steigenden Gebühren retten können.

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