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Kommentar Warum Yellen und Powell ein Traumpaar sind

Janet Yellen soll die US-Wirtschaft stärken. Die gute Zusammenarbeit mit ihrem Nachfolger bei der Fed sollte dabei hilfreich sein.
26.11.2020 - 18:56 Uhr Kommentieren
Die künftige US-Finanzministerin Quelle: Reuters
Janet Yellen

Die künftige US-Finanzministerin

(Foto: Reuters)

Der künftige US-Präsident Joe Biden hat mit Janet Yellen eine hochangesehene Ökonomin als Finanzministerin ausgewählt. Hinzu kommt: Sie bildet zusammen mit Jerome Powell, dem Chef der US-Notenbank (Fed), ein Traumpaar, um die finanziellen Geschicke der USA zu lenken.

Und gerade jetzt ist eine feine Abstimmung von Finanz- und Geldpolitik so wichtig wie selten zuvor. Deswegen schafft Biden mit seiner Wahl eine gute Grundlage dafür, dass Amerika mit seinen starken Kapitalmärkten das Schwergewicht der Weltwirtschaft bleibt.

Janet und Jay, wie Powell auch gerne genannt wird, kennen sich schon lange. Yellen hat bis 2018 als Vorgängerin von Powell die Fed geleitet. Powell ist schon 2012 als Governor bei der Fed angetreten und hat dort unter Yellens Leitung eine überwiegend zurückhaltende Rolle gespielt, während er als Chef der Notenbank durchaus entschieden auftritt. Beide haben also schon lange als geldpolitische Entscheidungsträger zusammengearbeitet. Powell bringt zudem politische Erfahrung aus seiner Zeit von 1990 bis 1993 im Finanzministerium mit.

Yellen wird politisch den Demokraten zugerechnet. Powell steht den Republikanern näher, pflegt aber als Notenbankchef gute Kontakte zu beiden großen Parteien – in dem Punkt kann Yellen noch von ihm lernen. Beide gelten als moderat in ihrer Partei, haben keinerlei Hang zu Populismus und zugleich immer wieder deutliches Interesse gezeigt, auch den Schwächsten der amerikanischen Gesellschaft zu helfen.

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    In früheren Zeiten hoher Inflation standen Geld- und Finanzpolitik im Gegensatz zu einander. Heute, wo die Inflation tendenziell zu niedrig ist, ergänzen sie sich eher in dem Bemühen, die Wirtschaft in Gang zu halten und ein Abgleiten in Deflation, eine Schwächeperiode mit sinkenden Preisen, zu verhindern.

    Und spätestens bei tiefen Krisen wie jetzt die Corona-Pandemie ist die Finanzpolitik auf die Geldpolitik angewiesen, damit die Staatsschulden beherrschbar bleiben. Genauso wird es aber nach der Krise auf eine gute Kooperation ankommen, um den Schuldenberg unter Kontrolle zu halten und vorsichtig wieder zurückzufahren.

    In den Zeiten hoher Inflation setzte sich weltweit das Prinzip durch, die Notenbanken institutionell unabhängig zu halten. Das ist auch gut so. Zugleich ist ihre Zusammenarbeit mit den Regierungen heute besonders wichtig. Damit sich beides vereinbaren lässt, braucht es ein gutes gegenseitiges Verständnis und eine Bereitschaft zur Kooperation ohne den Versuch, Dominanz anzustreben. Die USA haben gute Chancen, das hinzubekommen. Die Europäer sollten hinschauen und sich ein Beispiel nehmen.

    Mehr: Aus der Corona-Rally, die von reichlich Geld und niedrigen Zinsen getragen wurde, wird ein breiter Aufschwung. Hoffnung liegt auf dem Ende der Krise.

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