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Kommentar Weimers Zukaufpläne sind vielversprechend

Der Chef der Deutschen Börse geht auf Einkaufstour. Ob sein Vorstoß allerdings ein Erfolg wird, muss das Börsen-Management aber noch beweisen.
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Der Chef der Deutschen Börse will auch die Devisenhandelsplattform FXall kaufen. Quelle: dpa
Theodor Weimer

Der Chef der Deutschen Börse will auch die Devisenhandelsplattform FXall kaufen.

(Foto: dpa)

Frankfurt In der Firmenzentrale der Deutschen Börse in Eschborn geht es derzeit hoch her. Am Dienstag verkündete das von Theodor Weimer geleitete Unternehmen, dass es sein Indexgeschäft durch den Kauf des US-Konzerns Axioma stärken will. Am Donnerstag bestätigte die Börse, Verhandlungen über einen Erwerb der Devisenhandelsplattform FXall zu führen, der vermutlich Milliarden kosten würde.

Beide Transaktionen hören sich prinzipiell vielversprechend an. Eine stärkere Position im Daten- und Indexgeschäft wäre strategisch sinnvoll, denn weltweit setzen immer mehr Anleger auf passive Investments. Diese werden nicht von Fondsmanagern aktiv verwaltet, sondern orientieren sich an der Wertentwicklung von Indizes wie dem deutschen Leitindex Dax.

Etwas riskanter, aber ebenfalls erfolgversprechend wäre die geplante Expansion im Währungshandel. Dieser Markt ist mit einem durchschnittlichen Handelsvolumen von 6000 Milliarden Dollar pro Tag riesig. Zudem setzen die Hessen darauf, dass mittelfristig mehr Währungsgeschäfte von außerbörslichen Plattformen auf regulierte Börsen verlagert und über Clearinghäuser abgewickelt werden. Diese Hoffnungen können in Erfüllung gehen – oder auch nicht.

Grundsätzlich würde die Deutsche Börse mit beiden Zukäufen unabhängiger vom Auf und Ab an den Aktien- und Derivatemärkten, die ihre Ergebnisse bisher stark beeinflussen. Bei Konkurrenten wie der Londoner Börse ist diese Abhängigkeit schon heute deutlich geringer.

Ob getätigte und anvisierte Zukäufe tatsächlich zu einem Erfolg werden, muss das Börsen-Management aber erst noch beweisen. Mit Weimer (ehemals Goldman Sachs) und Stephan Leithner (ehemals Deutsche Bank) ist im Vorstand reichlich Investmentbanking-Expertise vorhanden. Die Konzernspitze muss jedoch aufpassen, dass sie für FXall keinen zu hohen Preis bezahlt. Und sie muss sicherstellen, dass die übernommenen Firmen rasch integriert werden und am Ende die erhofften Synergien liefern.

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