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Kommentar Weitsicht ist für Konzernchefs gerade jetzt wichtig

Lange Zeit wurden nachhaltig wirtschaftende Unternehmen von Konkurrenten belächelt. Das sollte sich spätestens in diesen Krisenzeiten massiv ändern.
22.04.2020 - 06:00 Uhr Kommentieren
Wer in der Stressperiode die langfristigen Ziele, auch im Umweltbereich, aus den Augen verliert, wird das Rennen gegen die Konkurrenz verlieren. Quelle: dpa
Windräder in NRW

Wer in der Stressperiode die langfristigen Ziele, auch im Umweltbereich, aus den Augen verliert, wird das Rennen gegen die Konkurrenz verlieren.

(Foto: dpa)

Das Coronavirus bestimmt unser Leben. Es gibt kaum einen Bereich, der nicht davon betroffen ist. Für viele Firmen geht es ums Überleben. Sollten vor dem Hintergrund andere Gesichtspunkte wie Umweltschutz, soziale Absicherung oder gute Unternehmensführung zurückstehen?

Das Gegenteil ist der Fall. Gerade jetzt bewährt es sich, wenn Konzernführer nicht nur kurzsichtig auf den Aktienkurs, den Quartalsgewinn und die eigenen Bezüge schauen. Wer in der Stressperiode die langfristigen Ziele, auch im Umweltbereich, aus den Augen verliert, wird das Rennen gegen die Konkurrenz verlieren.

Zu nachhaltigem Wirtschaften gehört auch, finanzielle Polster für Krisen anzulegen. Außerdem bewährt es sich in extremen Stressphasen, wenn Management und Mitarbeiter Vertrauen zueinander haben. Keine Firma überlebt, wenn ihr in der Krise gerade die besten Mitarbeiter weglaufen – oder kurz danach, wenn es wieder aufwärtsgeht.

Wichtig ist für die Firmen daher, die Sorgen ihrer Beschäftigten rund um Krankschreibungen, die Quarantäne und die Fürsorgepflichten mitzutragen. Denn es ist klar, dass der Weg zurück zur Normalität sicherlich noch lange dauern wird, selbst wenn jetzt langsam damit in Teilbereichen begonnen wird.

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    Viele Topmanager werden ihre Zielvorgaben verfehlen. Das wird sich spürbar beim variablen Teil der Gehälter auswirken. Aber wenn Unternehmen Beschäftigte in Kurzarbeit schicken, die Führungskräfte aber für entgangene Boni entschädigen, dann geht das gar nicht. Im Gegenteil: Die Topmanager in stark betroffenen Branchen sollten freiwillig Gehaltskürzungen hinnehmen.

    Loyalität darf keine Einbahnstraße sein, das gilt auch für die Beziehungen zwischen Unternehmenslenkern und Investoren. Wenn die Anleger bei der Stange bleiben sollen, wenn man ihnen Dividendenkürzungen zumutet, dann empfiehlt es sich, wenn die Vorstände selbst auch Bereitschaft zum Verzicht zeigen.

    Mehr: Investoren verstärken den Druck auf Unternehmen, eine nachhaltige Strategie zu entwickeln.

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